VP setzt klares Signal gegen Wölfe in Kärnten

Kärnten - Einstimmige Beschlüsse im heutigen Ausschuss für ländlichen Raum und Infrastruktur: Kärnten soll „wolfsfreie Zone“ bleiben.

„Wir müssen alle Menschen in Kärnten vor dem Wolf schützen“, sagt ÖVP-Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter. Als Obmann des Ausschusses für ländlichen Raum und Infrastruktur freut er sich über die einstimmigen Beschlüsse zu diesem brennenden Thema. „Das ist ein klares Signal an Wien“, so Hueter.

Alle Fraktionen für Senkung des Schutzstatus

Konkret stimmten alle Fraktionen für eine Senkung des Schutzstatus des Wolfs. „Nur das garantiert uns, dass wir in Kärnten Managementpläne, die auch eine Entnahme möglich machen, erstellen können“, erklärt Hueter. Das Ziel ist klar: „Jeder Mensch, der in Kärntens Natur arbeitet oder seine Freizeit verbringt, muss sich sicher sein, keinem Wolf zu begegnen.“ Hueter pocht damit auf Sicherheit für die Landwirte und ihre Herden gleichermaßen wie für Kärntner und Gäste, die auf Almen Erholung suchen.“ Almwirtschaft und Wolf seien unvereinbar, und: „Eine intakte Kulturlandschaft ist ohne intakte Weidewirtschaft nicht möglich“.

Hueter will Schritte setzen

Hueter stellt klar: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diesen Schritt zu setzen. Das Problem mit dem Wolf in Kärnten sei noch nicht so akut, wie etwa in Deutschland oder Frankreich. Mit einer rechtzeitigen Senkung des Schutzstatus erreichen wir, dass es in Österreich und auch in Kärnten nie zu großen Problemen kommt. Wir müssen handeln, bevor der Druck entsteht. Man sei den Kärntnern, den Landwirten und auch den Touristen verpflichtet.“

VP möchte „geschlossen antreten“

Im nächsten Schritt werden die Maßnahmen im Kärntner Landtag beschlossen. „Wir müssen auch einen Schulterschluss mit den anderen Bundesländern erreichen“, so Hueter, „damit können wir geschlossen an Brüssel herantreten, um die Senkung des Schutzstatus für das gesamte Bundesgebiet zu erreichen.“
Derzeit leben nur einzelne Tiere in Kärnten. Die VP will eine massive Ansiedelung verhindern. Pixabay.com