Kärnten erobert die Bundesliga – Der Saisonbeginn des Wolfsberger AC und von Austria Klagenfurt

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Beim WAC läuft es aktuell eher mau. Zwar hat man mit Robin Dutt einen Mann mit sehr guten Fachwissen an der Seitenlinie und wurde Vierter. Leider konnte man sich aber nicht für eine internationale Gruppenphase qualifizieren. Aktuell findet man sich in der unteren Hälfte der Tabelle wieder, was die WAC-Anhänger nicht erfreuen wird.


Bei Austria Klagenfurt hingegen läuft es ganz anders. Seit dem Aufstieg 2021 zeigt man überdurchschnittliche Leistung, qualifizierte man sich doch für die Meistergruppe. Zwar reichte es nicht für einen internationalen Platz, aber Sechster zu werden, war ein Achtungserfolg. Auch diese Saison können sich die Fans über erfolgreichen Fußball und die 15 besten Wettstrategien von Overlyzer freuen.

Wolfsberger AC

Robin Dutt ist seit Sommer 2021 Trainer beim Wolfsberger AC. Er ist der Nachfolger von Roman Stary. Für Dutt ist der Posten im Lavanttal seine erste Auslandsstation, der Vertrag läuft bis Sommer 2024.

Insgesamt verließen elf Spieler den WAC. Einzig für Luka Lochoshvili erhielt man eine Ablösesumme. Serie A-Aufsteiger US Cremonese bezahlte 1.600.000€ für den Georgier. Man verlieh zwei Spieler, drei verschob man in die zweite Mannschaft, während vier ablösefrei gingen und vier weitere den Verein ohne bestimmte Destination verließen. Neu hinzugekommen sind 13 Spieler. Einzig für Maurice Malone gab man in Form einer Leihgebühr von 100.000€ Geld aus, sein Stammverein ist der FC Augsburg. Ansonsten holte man hauptsächlich Österreicher von ausländischen Klubs zurück und zog drei Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft hoch.

Zum Saisonauftakt besiegte man den SV Kuchl mit 4:1 in der ersten Runde des ÖFB-Cups. Nach je einem Remis gegen Sturm Graz und Altach, gab es auch in der 3. Runde der Europa Conference League Qualifikation ein Remis gegen Gzira United aus Malta. Anschließend gab es eine 1:5-Klatsche gegen den LASK, bevor man Gzira mit 4:0 schlug. Nach zwei Niederlagen in der Liga schied man in der entscheidenden Runde gegen Molde aus, wodurch man nicht international spielte. Seitdem kam man ins Viertelfinale des ÖFB-Cups, gewann in der Liga vier Spiele, verlor aber auch vier.

Robin Dutt stellt meistens im 5-3-2 auf. Gesetzt im Tor ist Neuzugang Hendrik Bonmann. Dominik Baumgartner und Raphael Schifferl spielen zumeist in der Innenverteidigung. Mit Simon Piesinger verletzte sich zuletzt ein wichtiger Abwehrspieler. Auf der Außenbahn bekamen Adis Jasic und Michael Novak bisher die meisten Minuten. Thierno Ballo, Nikolas Veratschnig, Konstantin Kerschbaumer und Mario Leitgeb sorgen im Mittelfeld für Gefahr. Ihnen gelangen insgesamt bereits neun Tore. Der Israeli Tai Baribo ist mit 13 Toren vereinsinterner Top-Torschütze, doch auch den anderen Offensivkräften, namentlich Maurice Malone, Nikolaos Vergos und Thorsten Röcher gelangen bereits neun Treffer.

Für die Kärntner läuft es in der aktuellen Saison nicht wie gewünscht. Man möchte an die erfolgreichen Saisons in den letzten Jahren anknüpfen und sich wieder für das internationale Geschäft qualifizieren, doch mit einem Platz in der Qualifikationsgruppe ist man davon eher weit weg.

Austria Klagenfurt

An der Seitenlinie bei Austria Klagenfurt steht Trainer-Allrounder Peter Pacult, der national und international viel Erfahrung vorweisen kann. Seit Jänner 2021 betreutet die Klagenfurter und hat noch bis kommenden Sommer Vertrag in der Kärntner Hauptstadt.

Für Transfers kassierte man kein Geld, gab aber auch keines aus. Mit Patrick Greil und Turkay Gemicibasi verlor man die zwei Stammkräfte aus dem Mittelfeld, der wichtige Verteidiger Ivan Saravanja wechselte den Verein ebenfalls. Vier Spieler gingen zu österreichischen Vereinen, während drei Kicker zu verschiedenen Klubs nach Deutschland wechselten und drei andere in Ausland. Des Weiteren verließen Austria Klagenfurt ohne bestimmte Destination. Unter den Neuzugängen finden sich vor allem junge Kicker, die man aus dem Ausland holte. So profitiert man von der Zusammenarbeit mit dem FC Bayern München, aber hat mit Christopher Wernitznig und Marco Knaller auch zwei erfahrenere Akteure geholt.

Zum Saisonauftakt gab es ein 8:1 gegen den Drittligisten Admira Dornbirn. Nach zwei Niederlagen holte man gegen die WSG Tirol den ersten Punkt. Der erste Sieg kam im nächsten Match gegen die SV Ried. Nach einer Niederlage in Salzburg spielte man Remis gegen Austria Wien und schritt im ÖFB-Cup in die nächste Runde fort. Danach gewannen die Klagenfurter vier Spiele und verloren zwei, bis man erneut nach Dornbirn reiste, wo man den FC Dornbirn aus dem nationalen Pokal eliminierte. Zuletzt schlug man noch Rapid Wien.

Der 24-Jährige Philipp Menzel ist der Stammtorhüter von Austria Klagenfurt. Im Abwehrzentrum setzt Pacult auf Thorsten Mahrer und Nicolas Wimmer. Der Uruguayer Maximiliano Moreira ist links hinten gesetzt, Neuzugang Wernitznig ist sein Pendant auf rechts. Im Mittelfeld bekommen Christopher Cvetko, Andy Irving und Kosmas Gkezos die meiste Spielzeit. Offensiv sollen Florian Rieder, Markus Pink und Sinan Karaweina für Gefahr, doch auch Jonas Arweiler zeigt seine Treffsicherheit.

Die Klagenfurter sind aktuell in der Meistergruppe, aus der man nicht herausfallen will. Dort sind die Chancen gut, trotz der hochklassigen Konkurrenz erstmals international vertreten zu sein.