Fortnite: 

Kärtner Profi zeigt im eSport international groß auf

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Turniere in Videospielen auf Profiebene etablieren sich zunehmend und machen den digitalen Sport sowohl weltweit als auch in Österreich immer bekannter. Auf großen internationalen Turnieren geht es im eSport nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um Preisgelder in Millionenhöhe. In einem der erfolgreichsten eSport-Games spielt ein Klagenfurter in den obersten Rängen der eSport-Elite mit: Fortnite-Duoweltmeister David „Aqua“ Wang.


Einer der besten Fortnite-Spieler der Welt stammt aus Kärnten

Vor genau drei Jahren wurde er von einem Tag auf den nächsten zum international gefeierten eSport-Helden: der Klagenfurter David Wang, bzw. „Aqua“, wie er sich im Game Fortnite von Epic Games nennt, gewann am 27. Juli 2019 gemeinsam mit seinem norwegischen Teamkollegen Emil Bergquist Pedersen aka „Nyhrox“ die Fortnite-Weltmeisterschaft im Duo. Das junge Talent aus Klagenfurt stieg mit dem Sieg direkt in die oberen Ränge der eSport-Weltelite auf und wurde kurzerhand der erfolgreichste eSportler Österreichs. Manuel Haselberger vom eSports Verband Österreich bezeichnete Wang sogar als „Ronaldo des eSports“.

Nachdem Epic Games die Weltmeisterschaften für 2020 und 2021 absagen musste, steht nun der nächste LAN-Wettbewerb in den Startlöchern und Wang wird abermals die Chance haben, seine Dominanz im gefeierten Battle Royale auf der internationalen Bühne unter Beweis zu stellen. Nachdem der Kärntner gerade mit seinem Teamkollegen Harry „Veno“ Pearson in der Fortnite Competitive Series (FNCS) 2022 für Europa in der Chapter 3 Season 2 FNCS Championship den Sieg geholt hat, wartet im November die Fortnite FNCS Invitational 2022 – das erste große Fortnite-Turnier, das seit Wangs Sieg 2019 wieder als LAN in Präsenz stattfinden soll.

Vor drei Jahren ging es bei der Fortnite-Weltmeisterschaft um 3 Millionen Dollar, die sich Wang und sein Kollege teilten und den Kärntner über Nacht zum Millionär machten. Für den Champion im Einzel winkten ebenfalls 3 Millionen Dollar, die sich der Sieger Kyle „Bungha“ Giersdorf nicht einmal mit jemanden teilen musste. Mit dem Preispool gehört Fortnite zu den eSports-Events mit den höchsten Preisen in der Geschichte, wobei das Battle Royale noch nicht ganz mit den Größenordnungen des Videospieltitels DOTA 2 mithalten kann. Dort gab es zur Weltmeisterschaft The International 2018 25,5 Millionen Dollar zu holen, das Gewinnerteam allein bekam über 11 Millionen Dollar überreicht. Das nächste Fortnite-Event im November in Raleigh in North Carolina, USA, wird allerdings mit einem kleineren Preispool auskommen. Der Kärtner Profi kann dann um das Preisgeld in Höhe von 1 Million Dollar auf dem virtuellen Spielfeld antreten.

                                                                                                  (c) https://unsplash.com/photos/G1jbCAqp5sk

Der eSport in Österreich

Der Kärntner Fortnite-Champion zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich der Werdegang eines professionellen eSportlers gestalten kann. Zwar ist ein solch enormer Erfolg die absolute Ausnahme, dennoch bietet der eSport großes Potenzial, das sich wachsendem Interesse erfreut. In Österreich gibt es bereits rund 50.000 eSportler, die in professionell organisierten eSport-Ligen an den Konsolen und PC in den Wettkampf ziehen. Mit den Ligen der eBundesliga und A1 eSports League Austria sind bereits zwei große Turniere im digitalen Sport im Land etabliert, an denen auch traditionelle Sportvereine verstärkt mitspielen.

So sind in der digitalen eBundesliga die österreichischen Bundesligaclubs vertreten, die hier im Fußballsimulationsspiel FIFA auf dem virtuellen Spielfeld stehen. Neben Teams wie FK Austria Wien, RB Salzburg und Sturm Graz ist auch der SK Austria Klagenfurt auf dem virtuellen Rasen dabei. Auch der Wolfsberger AC, wo seit 2020 der Gailtaler Fußballer Christopher Wernitznig aus Nötsch auf dem echten Rasen steht, geht an der Konsole mit ins Rennen. 2022 wurde CASHPOINT SCR Altach zum eBundesliga-Meister gekürt, doch die nächste Saison an der Konsole steht bereits bevor.  

eSport soll im Land weiter vorangetrieben werden

eSport ist ein noch junges Gebiet, das sich aktuell mit großen Schritten wachsender Bekanntheit und Popularität erfreut. Um diesen Trend weiter voranzutreiben und den eSport im Land auszubauen, setzt sich der eSport Verband Österreich (ESVÖ) bereits seit 2007 ein. Kollektiv wird im Verband daran gearbeitet, den digitalen Sport gesellschaftlich, medial, wirtschaftlich und politisch voranzutreiben und als zentrale Anlaufstelle für Interessenten und Akteure aufzutreten. Um die Bemühungen noch weiter zu verstärken, wurde im Jänner 2021 die E-Sport Allianz ins Leben gerufen. Durch die Kooperation des ESVÖ, der A1 eSports League Austria und der eBundesliga soll die Unterstützung für den eSport in Österreich noch weiter ausgebaut und gestärkt werden. Unter anderem werden Vereine und eSportler auf ihrem Werdegang im digitalen Sport unterstützt und Nachwuchsspieler ausgebildet. Damit könnte das Potenzial, das Österreich in Zukunft noch mehr Ausnahmespieler wie David „Aqua“ Wang hervorbringt, vergrößert werden. Mit der CEGA, Carinthian Esports and Gaming Association, ist auch in Kärnten bereits ein eSport-Verein aktiv.

Der digitale Sport schreitet rasanten Schrittes vorwärts und gewinnt immer mehr an Bedeutung und Bekanntheit. Mit dem Profispieler David „Aqua“ Wang kommt einer der besten Spieler im Videospiel Fortnite direkt aus der Region. Ob er sich wohl beim nächsten Fortnite-Event erneut den Titel schnappen und ihm mit der wachsenden eSport-Szene in Österreich bald neue Talente folgen werden?