Es ist eine Katastrophe

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Gail-, Gitsch- und Lesachtal -

Katastrophenereignisse häufen sich weltweit. Diese Entwicklungen passieren nicht nur in fremden Ländern der Erde, wie beim Tsunami in Asien, sondern auch vor unserer Haustüre.

Neue Mitarbeiter für den Katastrophenhilfsdienst werden von Otmar Domainko, KAT Kommandant (li.) herzlich willkommen geheißen. 3. v. re. Stephanie Angerer, daneben Fabian Nussbaumer und Christoph Kovacic (re. außen)

Dabei denke man nur an die großen Schneemassen im Winter 2014 am Nassfeld oder das Hochwasser 2017 im Gailtal. Die Zunahmen von Katastrophen und Großschadensereignissen, bei denen eine große Anzahl von Betroffenen zu beklagen sind, lässt sich nicht mehr von der Hand weisen. Das Rote Kreuz in Kärnten mit dem Bezirksrettungskommando in Hermagor sind für diese Situation bestens gerüstet. Das Bezirksrettungskommando trifft vorbereitende Maßnahmen im Bereich des Katastrophenfalles, wobei im Anlassfall in unserem Bezirk Ing. Christoph Kovacic, MSc als Bezirksrettungskommandant oder einer seiner beiden Stellvertreter, Karlheinz Hohenwarter und Joachim Hubmann, als Ansprechpartner für Behörden, andere Einsatzorganisationen sowie für die eigenen Rettungskräfte fungieren.

Fahrzeug und Hänger des Katastrophenhilfsdienstes Hermagor

Großunfall oder Katastrophenfall

Als Großunfall wird ein Massenfall von Verletzten bezeichnet, bei der eine große Anzahl von Betroffenen versorgt werden muss. Hierbei kommt es zu einem Einsatz der Sondereinheiten des Roten Kreuzes in Hermagor: Bezirksrettungskommando, Schnelleinsatzgruppe (SEG) und Katastrophenhilfsdienst (KAT), welche den Regeldienst der Bezirksstelle vor Ort unterstützen. Als Katastrophenfall wird ein folgenschweres Unglück bezeichnet, das durch elementare oder technische Vorgänge verursachte, oder vom Menschen ausgelöste Ereignisse beinhaltet, die in großem Umfang das Eigentum, das Leben oder die Gesundheit von Menschen, oder die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung gefährden oder schädigen. Alle Einsatzorganisationen, Behörden und zivile Institutionen arbeiten im Anlassfall eng zusammen, um den Betroffenen rasche Hilfe zukommen zu lassen. „Wir als Rotes Kreuz haben für diesen Teilbereich eigene Katastrophenhilfsdienst-Gruppen, die zusätzlich zum Rettungsdienst tätig werden, um schnellstmögliche Hilfe zu leisten!“, so Bezirksrettungskommandant Ing. Christoph Kovacic, MSc. Zu den Aufgaben einer solchen Einheit gehört die Evaluierung der Lage vor Ort (Was wird konkret vor Ort benötigt?), sowie die Unterstützung der Abwicklung von Großeinsätzen mit Patientenversorgung. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich liegt in der Errichtung von Notunterkünften z.B. bei einer Evakuierung. Diese Einheit kann auch für die Versorgung von Einsatzkräften bei Großeinsätzen herangezogen werden.

Otmar Domainko KAT Kommandant, Bezirksstelle Hermagor: “Die KAT-Einheit ist eine Sondereinsatzgruppe des Roten Kreuzes, die vorwiegend die operativen Einsatzkräfte (Rettung, Polizei, Feuerwehr) unterstützt und entlastet. Primär kümmern wir uns um die Versorgung von betroffenen Personen bei Katastrophen oder Großschadensereignissen. Beispielsweise durch die Bereitstellung von Essen, Getränken in Notunterkünften. Wir können bei größeren Unfällen, aber auch bei Natur- oder Umweltkatastrophen zum Einsatz kommen. Vorwiegend arbeiten wir in unserem Bezirk, können aber auch aus den umliegenden Bezirken angefordert werden. Freude an gemeinsamer gemeinnütziger Arbeit und die Gewissheit, sich beim Roten Kreuz immer für die richtige Sache einzusetzen, ist mir der schönste Lohn.”
Informationen von Kommandant Otmar Domainko für die Interessenten des Katastrophenhilfsdienstes

Komm und sei dabei!

Um bei dieser Einheit mitwirken zu können, braucht man keine speziellen Voraussetzungen. Durch das vielfältige Einsatzgebiet der Katastrophenhilfsdienst-Einheit sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit verschiedensten Kenntnissen gefragt. Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, die Freude am Helfen haben, sind herzlich willkommen. Die Grundausbildung im Rahmen von ca. 40 Stunden (16 Stunden Erste-Hilfe-Kurs, Theorie und Praxis im Katastrophenhilfsdienst, sowie Information über das Leitbild des Österreichischen Roten Kreuzes) wird vom Roten Kreuz Kärnten kostenlos angeboten.
Falls wir Ihr Interesse für die Tätigkeit in der Katastrophenhilfe geweckt laben, melden Sie sich bitte bei der Bezirksstelle Hermagor unter .
Wir haben die passende Jacke für dich!


Ehrungen

Vor Kurzem fand in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Hermagor die diesjährige Jahreshauptversammlung statt, bei der Präsident Dr. Peter Ambrozy das letzte Mal in dieser Funktion anwesend war. Aus diesem Grund wurde er von den Mitarbeitern des Bezirkes mit einem kleinen Präsent gebührend verabschiedet.

In dieser Ausgabe des Gailtal Journals gilt der Dank allen Mitgliedern des Bezirksausschusses und allen freiwilligen und beruflichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, als auch den Zivildienern für die hervorragenden Leistungen und die Treue zum Roten Kreuz. 49 Hauptamtliche, 255 Ehrenamtliche und 31 Zivildiener erbrachten im vorangegangenen Jahr viele Stunden im Dienste des Roten Kreuzes. Neben knapp 12.000 Patiententransporten erfolgten 1.400 Rettungseinsätze, 6.700 Sanitätseinsätze und 3.500 Ambulanztransporte. Dies entspricht fast 940.000 gefahrenen Kilometern. Zu den Aufgaben des Roten Kreuzes gehören nicht nur das Rettungswesen, sondern unsere Mitarbeiter sind in der Krisenintervention, im Blutspendedienst, bei der Essenszustellung, beim Team Österreich Tafel, im Besuchsdienst, sowie in der Hospiz– als auch in der Sozialbegleitung tätig und betreuen die Rufhilfe und die Jugendgruppe. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung finden auch die Ehrungen statt.

Stellvertretend für ALLE Beförderten und Geehrten, die ihre Zeit „aus Liebe zum Menschen“ investieren:

Dienstjahresabzeichen Silber für 15 Jahre:
Fabian Nussbaumer, Johanna Oberhauser, Sonja Ortner, Erika Ott, Elisabeth Presslauer,
Josef Walker, Ingrid Winkler, Edeltraud Themel


Dienstjahresabzeichen in Gold für 20 Jahre:
Karlheinz Hohenwarter, Herbert Buchacher, Silke Salcher, Christina Scholta, Bruno Zerza

Dienstjahresabzeichen in Gold für 30 Jahre:
Franz Berchtold, Regina Berchtold, Erika Buchacher, Bernhard Dobringer,
Maria Rauscher


Die Verdienstmedaille in Silber wurden Karlheinz Hohenwarter und
Joachim Heinz Hubmann überreicht, die Verdienstmedaille in Gold an Thomas Schwilk.