Rotes Kreuz Hermagor

Großeinsatzmanagement

Hermagor - Katastrophenereignisse häufen sich weltweit. Diese Entwicklungen passieren nicht nur in fremden Ländern der Erde, wie beim Tsunami in Asien, sondern praktisch auch vor unserer Haustüre.

Mitglieder des Bezirksrettungskommando vlnr: Einsatzoffiziere Karlheinz Hohenwarter und Joachim Hubmann, Bezirksrettungskommandant-Stv. Christoph Kovacic, Einsatzoffizierin Adelheid Dobringer, Bezirksrettungskommandant-Stv. Bernhard Dobringer, Thomas Schwilk
Dabei denke man nur an die großen Schneemassen im Winter 2014 oder das Hochwasser 2018 im Bezirk. Die Zunahmen von Katastrophen und Großschadensereignissen, bei denen eine große Anzahl von Betroffenen zu beklagen ist, lässt sich nicht mehr von der Hand weisen. Das Rote Kreuz Hermagor ist für diese Situationen bestens gerüstet. Das Bezirksrettungskommando Hermagor trifft vorbereitende Maßnahmen im Bereich des Großeinsatzmanagements (Großunfälle sowie Katastrophen aller Art), wobei im Anlassfall der Bezirksrettungskommandant Thomas Schwilk, sowie seine beiden Stellvertreter Bernhard Dobringer und Christoph Kovacic Ansprechpartner für Behörden, beteiligte andere Einsatzorganisationen und die eigenen Rotkreuz-Kräfte sind. Alle Mitglieder im Bezirksrettungskommando sind ausgebildete Rotkreuz-Einsatzoffiziere. Diese langjährige Ausbildung beinhaltet umfassende Theorie- und Praxisausbildungen.

Großunfall oder Katastrophenfall

Als Großunfall wird ein Massenanfall von Verletzten bezeichnet, bei der eine große Anzahl von Betroffenen versorgt werden muss. Hierfür werden alle Mitarbeitergruppen des Roten Kreuzes in Hermagor eingesetzt (Berufliche, Freiwillige & Zivildiener). Bei solchen Ereignissen kommt zusätzlich die sogenannte „SEG“ (Schnelleinsatzgruppe) zum Einsatz. Diese bildet sich aus geschulten Mitarbeiter/Innen, die abgesehen von der sanitätstechnischen Grundausbildung spezielle Schulungen im Bereich Großeinsatzmanagement haben. Als Kommandanten der SEG Einheit fungieren Fabian Buchacher sowie die Stellvertreter Fabian Nussbaumer und Martin Regittnig. Eine Katastrophe im engeren Sinn ist ein länger andauerndes und meist großräumiges Ereignis, das mit üblichen Mitteln nicht bewältigt werden kann und das nur mit überregionaler Hilfe und zusätzlichen Ressourcen unter Kontrolle gebracht werden kann. Alle Einsatzorganisationen und Behörden arbeiten im Anlassfall eng zusammen, um den Betroffenen rasche Hilfe zukommen zu lassen. „Das Rote Kreuz hat für diesen Teilbereich eigene Katastrophenhilfseinheiten, die außerhalb des Rettungsdienstes unterstützend tätig werden, um schnellstmögliche Hilfe zu leisten!“, so Bezirksrettungskommandant Thomas Schwilk. Zu den Aufgaben in solchen Situationen gehören beispielsweise die Herstellung von Notunterkünften, sowie die Ausgabe von Lebensmitteln und Getränken. Des Weiteren muss der Umgang mit Notstromaggregaten sowie weiterem technischen Equipment beherrscht werden.
Organisationsteam UNITAS (Großübung 2019) Hermagor

Komm und sei dabei!

Um bei der Rotkreuz-Katastrophenhilfseinheit mitwirken zu können, braucht man keine speziellen Voraussetzungen. Menschen, zwischen 18 und 65 Jahren, die Freude am Helfen haben sind herzlich Willkommen. Die Ausbildung im Rahmen von 60 Stunden (16 Stunden Erste Hilfe Kurs, Katastrophenhilfe in Theorie und Praxis, sowie Information über das Leitbild des Österreichischen Roten Kreuzes) wird für die freiwilligen Mitarbeiter/Innen vom Roten Kreuz Kärnten kostenlos angeboten.

Prävention

Es wird angeraten, dass jeder einzelne für seinen privaten Bereich auch selbst Vorsorge treffen sollte. Dazu gehört die Bevorratung von Lebensmitteln, Notstromversorgung, Bevorratung von Treibstoff, alternative Heiz- und Kochmöglichkeiten sowie eine kleine Summe an Bargeld und eine Erste Hilfe-Ausrüstung. Eine Erste Hilfe-Ausbildung/Auffrischung ist ebenfalls gut investierte Zeit, um im Ernstfall gerüstet zu sein. Neu ist auch die Team Österreich App, die in solchen Fällen nützlich sein kann. Die App ist ein kostenloses Angebot vom Team Österreich – einer Initiative von Ö3 und dem Roten Kreuz. Die Team Österreich-App hilft einem dabei, sein Leben im Alltag und bei Krisen sicherer zu machen. Sie hilft auch dabei, dass man seinen Haushalt und seine Familie auf außergewöhnliche Situationen gut vorbereiten kann. Sie warnt auch vor Extrem-Wetterereignissen und Katastrophen. Jeder mit einem Android-oder IOS-Smartphone kann die App aus den offiziellen Stores laden und nutzen. Falls wir Ihr Interesse für die Tätigkeit im Katastrophenschutz geweckt haben, melden Sie sich bitte bei der Bezirksstelle Hermagor unter der Tel.: 0509-144 1711 Wir haben die passende Jacke für dich!
Thomas Schwilk, Bezirksrettungskommandant: „Ich möchte mich als Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuzes Hermagor bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei es Berufliche, Freiwillige und Zivildienern bedanken. Gerade im Bereich der Großunfall bzw. Katastrophenbewältigung kommt es immer wieder zu Herausforderungen, die auch in Zukunft nicht weniger werden, es ist nicht selbstverständlich seine Freizeit uneingeschränkt Tag und Nacht zur Verfügung zu stellen, deshalb nochmals Herzlichen Dank für eure Zeitspende. Liebe Leserin, lieber Leser, wenn auch Sie Zeit spenden möchten, das Rote Kreuz ist nicht nur Rettungsdienst, wir haben ein großes Aufgabengebiet, sei es als Einstieg in der Jugendgruppe, Team Tafel Österreich, Essen auf Rädern, Katastrophen-Hilfsdienst – der Gesundheits- und Sozialbereich mit Besuchs- und Hospizdienst, wir haben auch die passende Jacke für Dich!“
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