Mobile Gaming erfüllt den Alltag immer mehr Österreicher

Kärnten - Bereits knappe 5 Millionen Österreicher spielen auf PC, Konsolen oder den Smartphones nach eigenen Aussagen Videospiele. Das ist nicht nur eine erstaunlich hohe Zahl an Spielern (mehr als die Hälfte aller Österreicher!), sondern bereits eine Quote von mehr als zwei Dritteln in den sogenannten Internethaushalten.

.

Was vor wenigen Jahren noch als Randerscheinung galt, ist mittlerweile absolut zum Alltag geworden. An Bushaltestellen, Bahnhöfen, in Parks und erst recht zu Hause, überall sind sie zu erspähen, die Augenpaare die wie gebannt auf die kleinen selbstbeleuchteten Rechtecke starren und unterschiedlichste Geschichten durchspielen. Dabei sind die meisten dieser Spiele sogar bedingt lehrreich. Wenn Farben und Formen miteinander kombiniert werden müssen, regt das nicht nur die Augen-Hand Koordination an, auch das Hirn wird dabei vorteilhaft stimuliert. Wenn dann im Rahmen einer epischen Erzählung auch noch statistische Werte verschiedener Figuren verglichen werden müssen, wird schnell klar, was manche dieser Spiele so fesselnd macht.

Mobilgeräte eröffnen den Entwicklern von Mobile Games immer mehr Möglichkeiten

Dabei sind es aber nicht nur die klassischen Altersgruppen, die sich mittlerweile diesem Phänomen hingeben. Mit der Verbesserung der Mobiltechnik – also schnellen Datentransferraten heimischer Mobilnetzbetreiber – und der Mobilgeräte eröffnen sich den Entwicklern von Mobile Games immer mehr Möglichkeiten. Gerade letzterer ist mitunter ein Hauptgrund für die rasante Entwicklung dieser Quoten und die Zertrümmerung traditioneller Altersgruppenverteilungen. Wo vor wenigen Jahren meist nur Personen gewissen Alters mit den neuesten Smartphones zugegen waren, sind adäquate Endgeräte mittlerweile nicht nur für nahezu jedermann erschwinglich, sondern auch allgegenwärtig. Damit sind es eben nicht mehr bloß junge Erwachsene, die jede Woche mehrere Stunden mit dem Spielen verbringen, sondern auch ältere Erwachsene und Pensionisten.

Auch Online Casinos nutzen neueste Technologien

Damit ist nicht nur für Aufbausimulationen der Weg zu unterschiedlichsten Verbrauchergruppen geebnet. Auch Betreiber von Online Casinos wurden auf die immer stärkeren Geräte und den rasant wachsenden Markt aufmerksam. Hier versuchen Entwickler aus aller Welt, beliebte und bekannte Spiele wie Blackjack oder Roulette auf die eigenen Screens zu bringen. Wo es noch bis vor kurzem vollkommen ausreichte, hochauflösende Grafiken zu benutzen um einen Karten- oder Roulette Tisch zu simulieren, gehen manche Anbieter bereits den nächsten Schritt. Sie bieten ihren Spielern sogar an, mithilfe eines Interfaces mit Croupiers aus Fleisch und Blut zu kommunizieren, und so mit anderen Spielern aus aller Welt sozusagen virtuell den Tisch zu teilen. Möglich macht dies modernes Livestreaming, bei dem der Schirm quasi zur Kamera wird. Bedienelemente werden dabei einfach über das Bild gelegt und schon ist man mittendrin im Geschehen. Wieder andere Anbieter legen dabei voll auf „Social Gaming“. Hierbei können meist Casino- und Automatenspiele mit einer virtuellen Währung gespielt werden. Im deutschsprachigen Raum sind bekannte marken aus Österreich wie Book of Ra oder Sizzling Hot. Schließlich sorgt diese Entwicklung auch für einen starken Zuwachs im Live Streaming. Plattformen wie Twitch.tv oder Mixer.com ziehen auch immer mehr österreichische Zuseher an. Zuletzt waren das – im November 2017 – bereits 520. 000, Tendenz steigend. Auch die größte österreichische Spielemesse, die Game City in Wien, konnte 2018 bereits mehr als 80. 000 Besucher messen. Gaming als Hobby ist also vollends in Österreich angekommen. Neben Initiativen die Schulmeisterschaften, die durch Vereine veranstaltet und mittlerweile sogar vom Bundeskanzleramt gefördert werden, sind es meist noch Spieleentwickler selbst, die ihre Spiele auf diesem Wege zusätzlich promoten. Bei virtuellen Kartenspielen Hearthstone oder Gwent – ersteres mittlerweile ebenfalls mobil spielbar – mischen ebenfalls Österreicher auf internationaler Bühne mit. Spieler wie Raffael Iciren oder Elias Sagemeister zum Beispiel konnten sich erst vor Kurzem gegen die internationale Konkurrenz bei Turnieren in Deutschland und Polen erfolgreich durchsetzen.