14. Drogentoter in Kärnten- die Politik meldet sich zu Wort

Kärnten - Gestern, Mittwoch den 29. August 2018 erhielt Kärnten die Nachricht vom bereits 14. Drogentoten in Kärnten. Nun meldet sich ein Teil der heimischen Politik bezüglich diesem kritischen Thema zu Wort.

Team Kärnten Chef LAbg. Gerhard Köfer ist für „neue Wege in der Drogenprävention“und ÖVP Clubobmann Markus Malle fordert:“Wir müssen den Dealern ihre Kunden wegnehmen“.

Auf Tauchstation- wir nicht!

„Auch nach dem Bekanntwerden des mittlerweile 14. Drogentoten in Kärnten, alleine in diesem Jahr, sind die dafür zuständigen Politiker auf Tauchstation und versuchen dieses Thema irgendwie auszusitzen. Wir können und dürfen aber nicht einfach zur    Tagesordnung übergehen“, sagt Team Kärnten-Obmann LAbg. Gerhard Köfer, der neben einem verstärkten und beinharten Vorgehen gegen Dealer, der Wurzel des Drogenproblems, auch völlig neue Wege in der Präventionsarbeit einfordert: „In den USA aber auch in Deutschland    hat man im Rahmen der Drogenprävention ehemalige Junkies und    Ex-Suchtmittelkranke in Schulen geschickt, die direkt vor jungen Menschen über ihr eigenes tragisches Schicksal berichten und mit den Schülern aktiv ins Gespräch kommen. Warum gehen wir nicht auch diesen neuen Weg und setzen auf eine Form der Prävention, die wirklich etwas  bringt?“ Persönlich Betroffene könnten, so Köfer weiter, wesentlich besser und direkter über die Gefahren von Drogen aller Art aufklären: „Dass die derzeitige Präventionspolitik hinten und vorne nicht  funktioniert und bei den Betroffenen nicht ankommt, wurde heute  einmal mehr auf tragische Art und Weise bestätigt.“
LAbg. Gerhard Köfer

Sonderbudget für den Kampf gegen die Drogen

Um diese Maßnahmen und Aktionen umsetzen zu können, schlägt Köfer ein Sonderbudget für den Kampf gegen Drogen vor: „Besinnen wir uns beim Budget endlich auf die wichtigsten Aufgaben des Landes. Dazu   zählt die gesamte Drogensituation, die unser ganzes Land bundesweit  in Verruf bringt und derzeit das schwerwiegendste landespolitische  Problem darstellt.“ Kärnten müsse aus den Schlagzeilen kommen, was  das Drogenproblem betrifft: „Kärnten soll zukünftig nicht das Drogen-Mekka Österreichs sein, sondern das Bundesland, welches dem Problem am besten und am entschlossensten begegnet.“ Köfer tritt  zudem dafür ein, die (partei-)politischen Ränkespiele hinten anzustellen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten: „Die Politik muss  beweisen, dass sie gegenüber der Drogenszene den längeren Atem hat.  Derzeit haben Dealer und Kleinkriminelle noch die Nase vorn, aber durch gezieltes Handeln in vielen Bereichen können wir dem Problem Herr werden. Nur mit Blümchen-Politik und irgendwelchen Gesprächsrunden wird es nicht funktionieren.“

Unbedingt notwendig

ÖVP-Clubobmann Markus Malle wiederholt seine Forderung von letzter Woche: Massive Aufklärungskampagne in allen Bildungseinrichtungen des Landes. Oberstes Ziel muss es sein, zu verhindern, dass junge Kärntner zu Drogen greifen. Markus Malle: „Wir müssen den Dealern ihre Kunden wegnehmen!“ Dafür muss man die Ursachen für das Abrutschen identifizieren und konsequent an ihrer Vermeidung arbeiten.
ÖVP Clubobmann Markus Malle
Deshalb wiederholt ÖVP Clubobmann Markus Malle seine Forderung von letzter Woche: „Kärnten braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung aller politisch Verantwortlichen.“ Erneut plädiert er für flächendeckende Maßnahmen und auch Aufklärung in allen Bildungseinrichtungen in Kärnten. Dieser müsse ein Bündel an weiteren Aktivitäten folgen. Nach dem Bekanntwerden eines weiteren Opfers von Drogen in Kärnten – diesmal in Völkermarkt, macht ÖVP-Clubobmann Markus Malle aufmerksam: „Das Problem mit den Drogen gibt es nicht nur im Kärntner Zentralraum; es betrifft alle Regionen Kärntens.“
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