550 km durch das „Nichts“ – wo die Koyoten heulen

Gitschtal/Salzburg - Der gebürtige Lassendorfer Thomas Sommeregger und  seine neun Gefährten stellten  das erste österreichische Team beim „Speed Project“. 550 km non stop zwischen dem Santa Monica Pier in Los Angeles, Kalifornien und der Stadtgrenze von Las Vegas, Nevada.

Straßen, Trails, Tag und Nacht, heiß und kalt – über Stock und Stein! Zehn Österreicher auf sich gestellt – wie ein Gitschtaler dazu kam, wir haben nachgefragt.
Circa alles sechs Wochen ist Thomas Sommeregger mit seienr Familie auf Besuch in seiner Heimat, dem Gitschtal und genießt die Natur aber auch die traditionellen Feste
Planung ist und war wichtig

Beste Kombination: Laufen und Reisen

„In unserer Region ist ja der Fußballsport sehr verbreitet, dafür war ich leider immer schon zu untalentiert, habe aber bereits in meiner Jugend die Liebe zum Laufsport entdeckt. 2012 nach einer kompletten Umstellung meiner Ernährung, habe ich mit den ersten Hobbyläufen gestartet“, so der Wahlsalzburger. Nach den ersten Teilnahmen an verschiedensten Halbmarathons war für den selbständigen Berater und Trainer für Onlinemarketing allerdings klar, dass seine Ansprüche in eine eigene Richtung gehen. Seit 2014 wurden dann die Laufereignisse mit Reisen und auch Urlaubstagen verbunden.
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 Klassischer Weg?  Nein, danke

Egal ob Thomas Sommeregger über seine Ausbildung, Berufsweg oder das Laufen spricht, eines ist gleich klar – der klassische Weg ist für den ambitionierten Sportler eher nichts. „Ich sammle verschiedenste Puzzleteile die für mich zusammenpassen“.
Wiedererkennungswert beim Campingwagen

Die ersten   Österreichs beim  „The Speed Project“

Netzwerk ist alles. Dies spürte auch der gebürtige Gitschtaler, als er die eher zufällige Anfrage bekam, Teil des ersten Teams Österreichs beim Marathon durch Amerika zu sein. Drei Monate Vorbereitungszeit, 40 Teams aus aller Welt und neun Gefährten reicher ging es nach Amerika. Ohne Absperrung und mit 100 Seiten Landkarte, einem Läuferauto sowie einem „XL- Wohnmobil“ machten sich die Läufer auf den unermüdlichen Weg nach Las Vegas.
Mit im Team Österreich war auch der ehemalige Schwimmer Markus Rogan, er konnte überall seien Dehnübungen absolvieren
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Geburtstag mal anders

„Wie es der Zufall wollte, fiel der Start vom Speed Project genau auf meinen 41. Geburtstag. Und was für ein Geburtstag das werden sollte! Nicht nur einer der außergewöhnlichsten bisher, sondern wohl auch der längste: Er hat ganze 24+9 Stunden gedauert, denn durch die Zeitverschiebung kamen die ersten Gratulationen schon ab 15 Uhr des Vortages am Handy an. Skurril, wenn man mit den Kollegen in den letzten Vorbereitungen steckt, gerade beim Walmart Fertignahrung und Toastbrot in Fußballmannschaft-Dimensionen einkauft, und das iPhone während dem Navigieren durch Los Angeles vor lauter „Happy Birthday“-Nachrichten gar nicht zur Ruhe kommt. Das überraschende Wüsten-Ständchen meiner Teamkollegen im Sonnenuntergang hat diesem besonderen speziellen Geburtstag noch die Krone aufgesetzt“, freut sich Thomas Sommeregger.
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Achtung: Wilde Hunde?!

„Irgendwo im Nirgendwo wechselten wir uns regelmäßig beim Laufen ab. Die Gruppe war nur Gast auf der Straße, was Equipment, Planung und Lebensmitteleinkauf zur Herausforderung machte. Besonders herausfordernd waren die Teilabschnitte bei denen bereits in der Beschreibung stand: „Achtung wilde Hunde oder Klapperschlangen – nehmen Sie ein Pfefferspray mit.“ Da hat man schon ein mulmiges Gefühl, vor allem in der Nacht. Dennoch konnte wir die Strecke ohne Probleme meistern.“ „Was eine kleine Gruppe, die davor noch nie zusammen gelaufen ist, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen bewältigen kann und welche Gruppenstärke sich entwickelt, ist einfach grandios. Jedes Teammitglied hat seine eigenen Stärken eingebracht und damit wurde die Mischung perfekt“.
Schneller als geplant erreichte das Team Austria das Ziel in Las Vegas – Platz 15 von 38 Teams war gesichert
Mehr Eindrücke und Informationen unter: www.thespeedproject.at