Spannung in der Meisterrunde

. - Österreich ist traditionell ein Land des Wintersports. Aber auch der Fußball begeistert natürlich die Massen. Vor allem in den Wiener und Salzburger Regionen tummeln sich viele Erstligavereine, aber auch in Kärnten bietet der Wolfsberger AC Spitzenfußball.

Die erste Bundesliga geht in die entscheidenden Wochen. Erstmals wird der neue Modus, bei dem es die Punkteteilung nach 22 Spieltagen gibt, ausgetragen. Während Red Bull Salzburg mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem mal wieder Meister werden wird, ist das Rennen um den zweiten Platz und der damit verbundenen Qualifikation für Europa noch heiß umkämpft. Selbst der WAC hat noch seine Möglichkeiten, oben anzugreifen. Wir schauen auf die Ausgangslage vor den finalen Wochen der Saison.

Red Bull Salzburg

Die Bullen sind auf dem besten Wege die dritte Meisterschaft in Folge einzufahren. Mit überzeugender Effizienz sind sie nur so durch die Hinrunde marschiert. Die erste Saisonniederlage musste das Team gegen den direkten Konkurrenten Austria Wien beim Rückrundenauftakt hinnehmen. Allerdings verspricht die Meisterrunde noch ein paar spannende Spiele. Vor allem wird es interessant zu beobachten sein, wie die Mannschaft mit dem angekündigten Wechsel des Cheftrainers Rose zu Borussia Mönchengladbach umgeht.

LASK

Auch der LASK gehört zur renommierten Meisterrunde. Der Linzer Fußballverein gehört seit zwei Jahren zur österreichischen Bundesliga und spielt seitdem eine anspruchsvolle Rolle unter den Spitzenteams der Liga. Zwar wurden die beiden Auftaktpartien zu Beginn der Hin- und Rückrunde gegen den Favoriten Salzburg hergeben, doch ansonsten läuft es bei den Linzern. Derzeit liegen sie in der Tabelle hinter den Bullen, allerdings kann sich das Team von Oliver Glasner, der auch immer mal wieder in der Bundesliga gehandelt wird, auf die Qualifikation für Europa freuen. Zum Auftakt in die Meisterrunde konnte der Wolfsberger AC gleich mal mit 3:0 abgefertigt werden.

Wolfsberger AC

Nachdem der FC Kärnten nach jahrelangen finanziellen Schwierigkeiten den Spielbetrieb 2009 eingestellt hat, ist der Wolfsberger AC der letzte Bundesligist aus der Region. Seit 2013 gehört der AC zur höchsten österreichischen Spielklasse. Zu den Highlights der letzten Jahre gehören sicherlich die beiden Qualifikationsspiele zur Europa League gegen Borussia Dortmund, die bei den Fußball Wetten mit einer Quote von 3,4 immer noch gute Chancen auf die Meisterschale haben (Stand 17.4.). Unter Trainer Christianz Ilzer läuft es recht ansprechend und mit einem starken dritten Platz ist man derzeit auf dem besten Wege ins internationale Geschäft. Zwar ging der Auftakt in die Meisterrunde mit einer 0:3 Niederlage gegen den LASK in die Hose, allerdings ist für restlichen Spiele noch alles drin.

SKN St. Pölten

Auch St. Pölten spielte eine überraschend starke Saison, die ihnen das Ticket für die Finalrunde beschert hat. Mit vier Punkten aus den ersten drei „Finalspielen“ liegen sie derzeit auf den vierten Platz. Allerdings dürfte ein Platz unter den ersten beiden relativ schwierig werden. Gleiches gilt für Sturm Graz und Austria Wien, die es zwar beiden auch in die Meisterrunde geschafft haben, allerdings zwei ihrer ersten drei Spiele in dieser Konstellation verloren haben. Noch ist zwar nicht aller Tage Abend, allerdings sind Red Bull und der LASK schon mit einem komfortablen Punktepolster unterwegs.