300 Chancen, die Wirtschaft zu stärken

Rattendorf - Ein Mammutprojekt ist in Rattendorf im Entstehen. Dennis Kerrson investiert mehrere Millionen Euro in unsere Region. 25 Chalets mit 300 Nächtigungsmöglichkeiten sind geplant. Die Bauverhandlungen sind Geschichte, mit August 2018 ist Baubeginn. Eine Riesen-Chance für unsere Region.

Gailtal Journal: Was wird in naher Zukunft in Rattendorf entstehen? Dennis Kerrsen: Auf 1,3 Hektar möchte die Firma Dutch Roots Developement 25 Chalets mit 50 Wohneinheiten für rund 300 Gäste errichten. Die beteiligten Behörden haben uns bereits grünes Licht gegeben, auch die Bevölkerung steht dahinter. Es war und ist mir ein wichtiges Anliegen, die Anwohner und Nachbarn bestmöglich informiert zu wissen. Die Bauverhandlungen sind bereits über die Bühne gegangen. Wann ist Baubeginn bzw. Fertigstellung? Der Baubeginn soll jetzt im August starten, Fertigstellung ist für das Jahr 2020 geplant.
Aus der „Vogelperspektive“: So soll das Areal in Rattendorf schlussendlich aussehen. Ein wichtiges Investment in unsere Region und ein Projekt, welches die Wirtschaft ankurbelt
Beim Bau setzen Sie, entgegen der Gerüchte, auch auf heimische Firmen. Wie wichtig ist Ihnen die Regionalentwicklung in diesem Zusammenhang? Das Gailtal ist eine wunderbare, naturbelassene Region. Durch die Lage ist es jedoch für Betriebe oft schwieriger, große Aufträge zu lukrieren. Da ich selbst als Unternehmer tätig bin, ist es mir ein Anliegen, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Schon im Vorhinein wurde mir seitens der Bevölkerung empfohlen, auf heimische Professionisten zu setzen. 25 Chalets für rund 300 Gäste – welche Zielgruppe sprechen Sie an und wie wird der Verkauf bzw. die Vermietung ablaufen? Die Häuser können schon jetzt von Interessenten aus der ganzen Welt erworben werden, welche die Vorzüge der Region genauso zu schätzen wissen. Eine vertragliche Auflage wird jedoch sein, dass die Wohnungen ganzjährig zur Vermietung zur Verfügung stehen müssen. Sie sind nur zur fünfwöchigen Privatnutzung vorgesehen. Ob Familien oder Paare -in den fünf Häusertypen, die durch die traditionelle Bauweise ins Ortsbild passen und mit Rohstoffen errichtet werden, werden sich die Gäste garantiert wohlfühlen. Auf unserer Hompage dutchroots-developement.com oder bei unseren Partnern von interproject.at gibt es zudem nähere Informationen. Wie sieht die Bevölkerung diese Investition? Haben Sie bereits Rückmeldungen erhalten? Anfänglich erreichten mich eher kritische Stimmen, mittlerweile ist die Gemeinschaft positiv eingestellt. Sorgen waren u.a. auch diejenige, dass hier jetzt jemand Fremdes kommt und massenhaft Häuser aufstellt und dann verschwindet. Doch dem ist nicht so, schließlich mache ich schon jahrelang Urlaub am Nassfeld und bin schon allseits gut bekannt. (schmunzelt) Was wird mit dem ehemaligen Gasthaus Reiter passieren, welches Sie erworben haben? Die Chalets werden auf dem „Reiter-Grundstück“ entstehen, auch die Wirtshauskultur soll wiederbelebt werden. Das Restaurant wird umgebaut, modernisiert und soll verpachtet werden. Mir schwebt schon lange ein „Dorfladen“ vor, ein Lebensmittelgeschäft, wo man Produkte aus der Region erwerben kann. Auch dieses Projekt wird in diesem Gebäude Platz finden. Warum möchten Sie gerade im Gailtal investieren und wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde Hermagor? Meine Frau hat vor vielen Jahren in der Firma Sölle als Ski-Lehrerin gearbeitet und sich sofort in die Gegend verliebt. Wie erwähnt fahren wir seit Jahren auf Urlaub in die Region und ich erkenne das Potential, welches hier geboten wird. Doch wenn nicht JETZT etwas passiert und investiert wird, kann es durchwegs passieren, dass sich eine Negativentwicklung in den nächsten Jahren breit machen wird. Abwanderung und Co. werden die Folge sein. Mit dem Bau der Ferienhäuser werden heimische Betriebe gestärkt, Arbeitsplätze bleiben erhalten. Durch 300 weitere Betten in der Region wird die Gegend rund um das Nassfeld intensiv beworben, nicht zuletzt von einem großen, deutschen Reiseunternehmen, welchen die Vermietung obliegen wird. In Jenig entstehen derzeit sechs Chalets, wie geht es hier mit dem Bau voran? Derzeit läuft alles nach Plan, die Häuser werden voraussichtlich bis zum Anfang der Wintersaison 2018/19 fertiggestellt werden.
In Jenig „geht schon was weiter“… der Baustil passt gut in das Ortsbild
Wie geht es privat bei Ihnen weiter? Ist ein Umzug ins Gailtal geplant? Gemeinsam mit meiner Familie werde ich nun vorerst ein Jahr in Hermagor wohnen, unsere gemeinsamen Kinder werden die Privatschule in Fritzendorf besuchen. Ich freue mich schon sehr darauf, die Menschen in dieser Gegend näher kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen diesen Weg zu beschreiten.
Ob im Winter oder im Sommer – die Chalets, die entstehen werden, entzücken nicht nur optisch. Komplett möbliert bis hin zum Kissen werden diese an ihre neuen Besitzer übergeben.
„Das geplante Projekt bringt Aufschwung nach Rattendorf und wertet die gesamte Ortschaft, in wirtschaftlicher sowie touristischer Hinsicht, auf. Ein großes Dankeschön gebührt den Behörden, denn die erforderliche Baubewilligung für dieses 300-Betten Projekt konnte in kürzester Zeit positiv abgeschlossen werden. Mich freut es auch sehr, dass der ehemalige Gasthof Reiter wieder aktiviert wird. Das Angebot reicht von Kulinarik im gastgewerblichen Sinn bis zum Einkauf regionaler Produkte im Lebensmittelgeschäft “ – Bürgermeister der Stadtgemeinde Hermagor Siegfried Ronacher „Als regionaler Unternehmer freut es mich natürlich besonders, dass sich Dutch Roots Developement für die Firma Holzbau Hubmann aus dem Gitschtal entschieden hat. Wir haben schon Erfahrung beim Bau mit Rundholz und werden die Blockhäuser in gewohnter Qualität errichten. Ich persönliche sehe diese Investition als große Chance für unsere Region“ -Georg Hubmann, Holzbau Hubmann