Sollte man jetzt noch in Kryptowährungen investieren?

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Wer sich mit den verschiedenen Spar- wie Veranlagungsprodukten beschäftigt, der wird zu dem Ergebnis kommen, dass es relativ schwierig ist, auf lange Sicht attraktive Gewinne verbuchen zu können. Das liegt an der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank – und diese wird sich, da sind sich die Experten einig, in naher Zukunft nicht verändern.


Sollte man trotzdem noch sein Geld auf Sparbüchern wie Tagesgeldkonten liegen haben oder ist es ratsam, etwa über den Tellerrand in Richtung Kryptowährungen blicken? Denn digitale Währungen befinden sich seit Jahren auf der Überholspur. Und auch wenn das Interesse steigt, so ist dennoch Vorsicht geboten. Denn mit digitalen Währungen sind nicht nur außerordentlich hohe Gewinne möglich, sondern auch Verluste.

Sollte man sich für oder gegen Kryptowährungen entscheiden?

Eine Frage, die sich natürlich immer wieder stellt, wenn man überlegt, sein Geld in den Kryptomarkt zu stecken: Lohnt es sich überhaupt noch, Geld in Bitcoin und Co. zu investieren oder ist es mitunter besser, die Finger von den Kryptowährungen zu lassen?

Um diese Frage beantworten zu können, sind verschiedene Punkte zu berücksichtigen. Dazu gehören etwa die Preisentwicklungen, die in den letzten Monaten wie Jahren beobachtet werden konnten sowie auch die aktuellen Prognosen. Und es geht auch um die eigene Risikobereitschaft. Denn sicherheitsorientierte Anleger werden mitunter von den möglichen Preisschwankungen abgeschreckt sein, die jedoch zur Tagesordnung gehören. Der Kryptomarkt ist ausgesprochen volatil – steile Höhenflüge wie rasante Abstürze sind zu jeder Tageszeit möglich.

Das wissen vor allem auch all jene, die nicht langfristig investieren, sondern über Bitcoin Up mit kurzfristigen Preisentwicklungen spekulieren.

 

Der Bitcoin – zwischen Höhenflügen und Rekordabstürzen

Befasst man sich mit dem Bitcoin, so wird man relativ schnell bemerken, dass dieser Ende 2017 das Allzeithoch von über 19.000 US Dollar erreichen konnte. Anfang 2017, also gerade einmal zwölf Monate zuvor, lag der Preis des Bitcoin bei 1.000 US Dollar – im Sommer 2016 bewegte sich die Kryptowährung im Bereich der 500 US Dollar. Doch der Höhenflug stoppte Ende 2017; zuerst ging es plötzlich in Richtung 10.000 US Dollar, Ende 2018 befand sich der Preis der Kryptowährung bei nur noch 3.000 US Dollar.

Doch im Jahr 2019, als der Bitcoin von den Kritikern bereits für tot erklärt wurde, ging es wieder nach oben: Im Frühjahr kletterte der Preis von 3.000 US Dollar in Richtung 14.000 US Dollar – jedoch folgte bis November eine neuerliche Korrektur in den Bereich der 7.500 US Dollar. Nachdem der Bitcoin Anfang 2020 die 10.000 US Dollar-Hürde neuerlich übersprang, hat das Coronavirus für einen neuerlichen Absturz in Richtung 5.000 US Dollar gesorgt.

Mitte 2020 folgte dann das neuerliche Comeback – und zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Anfang Oktober 2020) befindet sich der Preis der Kryptowährung bei rund 10.700 US Dollar. Die Prognosen sind zudem vielversprechend. Einige Analysten wie Experten glauben nicht nur, dass der Bitcoin in absehbarer Zeit das Allzeithoch knacken und über die 20.000 US Dollar springen kann, sondern vermuten sogar einen Höhenflug in Richtung 100.000 US Dollar.

                                                                                                                                            (c)pixabay

Ether, Ripple und Co. und wieso der Bitcoin dennoch nicht aus den Augen gelassen werden darf

Neben dem Bitcoin gibt es natürlich auch noch andere Kryptowährungen. Besonders interessant sind hier unter anderem Ether, die – laut Marktkapitalisierung – Nummer 2 am Markt, Ripple, Litecoin sowie auch die Bitcoin-Ableger Bitcoin Cash wie Bitcoin Gold.

Ein stärker werdender Bitcoin hat natürlich enorme Einflüsse auf den gesamten Markt, sodass man davon ausgehen kann, dass auch die Preise der anderen digitalen Währungen nach oben klettern werden, wenn der Bitcoin einen Höhenflug startet. Das konnte auch bereits im Jahr 2017 beobachtet werden, als gegen Ende des Jahres, so wie auch der Bitcoin, die meisten Rekorde aufgestellt wurden.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass der Bitcoin demnächst wirklich einen Höhenflug in Richtung 100.000 US Dollar startet. Wer sich mit Bitcoin und Co. befasst, der weiß, dass die Preisentwicklungen kaum vorhergesagt werden können. Der Bitcoin war schon immer für die eine oder andere Überraschung gut.