Anonyme Anschuldigungen nach Corona Cluster in Würmlach

Würmlach -

Seit dem „Almabtrieb“ in Würmlach hat die Post im oberen Gailtal wieder etwas mehr zu tun. Es hagelt Schimpfschreiben und auch online ließ der Shitstorm nicht lange auf sich warten.

Anonyme Anschuldigungen nach Corona Cluster in Würmlach

Ein Schimpfschreiben an die Adresse einer Würmlacher Familie, in dem sie verantwortlich gemacht wird für die Clusterbildung im Bezirk Hermagor, wurden übermittelt. Name, Vulgo-Name, Adresse – alles ist angeführt. Ortsunkundige würden das nicht wissen. 

Ein solches Schimpfschreiben erhielt eine Würmlacher Familie

 

Was lernt man daraus?

Selbstverständlich war niemand darüber erfreut, als die ersten Corona-Fälle aufgepoppt sind. Quarantäne, Testungen, Schließungen von Schulklassen und letztendlich die orange Ampel. Aber Drohungen und Diffamierungen nützen niemandem! Jetzt sollte es nur darum gehen, was ausnahmslos „ALLE“ aus der Vergangenheit lernen. Feige Briefe aus der Anonymität heraus helfen weder der Wirtschaft noch den Einwohnern im Bezirk. Die Krise soll zum Nachdenken und besser-machen anregen, nicht zum Anschuldigen!

Fazit:

Ca. 50 Personen im Bezirk Hermagor wurden aus dem Cluster in Würmlach positiv getestet, keiner davon ist schwer erkrankt, zwei Personen wurden aufgrund Vorerkrankungen vorsichtshalber in stationäre Behandlung genommen, Tote hat es nicht gegeben. 

Corona Ampel auf „GELB“

Jetzt weiß man: Sobald 18 Personen im Bezirk Corona-positiv sind, schaltet die Ampel auf Orange – und sie bleibt nur noch heute so, denn bereits morgen ist die Corona Ampel  im Bezirk Hermagor auf „GELB“ geschalten.

Von der Party in die Quarantäne

Der Bezirk lernt daraus, dass die Ansteckungsgefahr gegeben ist, jeder sich bei seiner eigenen Nase zu nehmen hat und im Hinblick auf Tourismus und Wirtschaft vorerst Partystop angesagt ist.

Denn auf Party folgt in Zeiten wie diesen – die Quarantäne!