Kurioser Einsatz: Kroate (43) kehrt nach Fluchtfahrt freiwillig zurück

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A11 Karawanken Autobahn -

Kuriose Szenen spielten sich am Montag, dem 5. Oktober, an der slowenisch-österreichischen Grenze ab: Bei einer Kontrolle am Karawankentunnel fuhr ein 43-jähriger Kroate in Richtung Slowenien davon. Wenig später kehrte er nach Österreich zurück – wo die Polizei mehrere tausend Euro Bargeld in seinem Fahrzeug auffand.

Bei einer Kontrolle am Karawankentunnel fuhr der 43-Jährige zunächst Richtung Slowenien davon. Später kehrte er freiwillig nach Österreich zurück

Bei Kontrolle plötzlich davongefahren

Gegen 15.15 Uhr wurde der 43-Jährige auf der A11 bei Rosenbach (Karawankentunnel) bei der Ausreise nach Slowenien kontrolliert. Der Mann konnte den Beamten lediglich seinen deutschen Führerschein aushändigen. Plötzlich stieg er aufs Gas und fuhr in Richtung Slowenien davon. Die Autobahnpolizei nahm umgehend die Nachfahrt auf. Aufgrund des Verkehrsaufkommens und der einspurigen Verkehrsführung im Tunnel konnten die Beamten das Fahrzeug jedoch nicht einholen, heißt es weiter.

In Slowenien gestoppt

Auf slowenischer Seite wurde der Kroate von der dortigen Polizei wahrgenommen und schließlich bei Laibach angehalten. Da gegen den Mann in Slowenien nichts vorlag und sich sein Führerschein weiterhin bei der Kontrollstelle in Rosenbach befand, fuhr der 43-Jährige anschließend zum Grenzübergang nach Österreich zurück.

Fahndungsausschreibungen in drei Ländern

In Österreich führten die Beamten weitere Erhebungen durch. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Kroaten Fahndungsausschreibungen für Deutschland, Österreich und Kroatien bestanden. Im Zuge einer freiwilligen Nachschau im Pkw fanden die Polizisten außerdem ein Geldpäckchen mit mehreren tausend Euro Bargeld. Das Päckchen war unter dem Stoffbezug der Kofferraumabdeckung versteckt und laut Polizei auf eine für Geldschmuggler szenetypische Weise verpackt.

Unterschiedliche Angaben zur Herkunft des Geldes

Zur Herkunft des Bargelds machte der 43-Jährige wiederholt unterschiedliche und nicht schlüssige Angaben. Aufgrund des Verdachts der Geldwäsche wurde der Mann daraufhin vorläufig festgenommen. Das Bargeld wurde gegen Bestätigung vorläufig sichergestellt, heißt es seitens der Polizei. Am Dienstag, dem 6. Oktober, wurde der Beschuldigte im Polizeianhaltezentrum mit Unterstützung eines Dolmetschers einvernommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde er anschließend auf freiem Fuß angezeigt.