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Dellach/Gail -
Die Eröffnung der Sonderausstellung über die Saurier im Gailtal im Geoparkzentrum der Gemeinde Dellach/Gail wurde am Donnerstag, 2. Mai 2019 feierlich eröffnet.
Feierliche Eröffnung Saurierausstellung im erweiterten Geoparkzentrum Dellach/Gail
Hausherr Bgm. Johannes Lenzhofer begrüßte neben LR Daniel Fellner, die LTAbg. Christina Patterer und LTAbg. Bgm. Hermann Jantschgi, Bgm. Walter Hartlieb und Hans Windbichler sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Eine besondere Wertschätzung erging an die Leiterin vom Geopark Dellach/Gail Gerlinde Krawanja- Ortner, ihrem Team, sowie zahlreichen Helfern welche diese Umsetzung nach jahrelanger Arbeit ermöglichten.
Bgm. Johannes Lenzhofer, Geopark Leiterin Gerlinde Krawanja- Ortner und LR Daniel Fellner freuen sich über die gelungene Umsetzung der Saurierausstellung
Mit stimmungsvoller Musikbegleitung von Hubert Waldner, zitierte der geistliche Rat und Ehrenbürger von Dellach Josef Schachner: “Ich persönlich bin ein bisschen von der Archäologie angehaucht. Wir haben heute eine Technik erreicht, wo der Mensch die Fähigkeit hat, jenes zu zerstören, was Gott geschaffen hat. Jeder von uns trägt die Verantwortung für eine schöne Natur.” Schachner war es auch, der die Segnung des historischen Raumes vorgenommen hat.
Pfarrer Josef Schachner überbrachte den kirchlichen Segen.Hubert Waldner begleitete musikalisch die Feierlichkeit
Geoparkleiterin Gerlinde Krawanja- Ortner:
“Gemäß dem Sprichwort – “Der Glaube versetzt Berge” – benötigte es viel Überzeugungskraft dieses Projekt über die Gailtaler Saurier auf- und umzusetzen. Das Projekt basiert auf einer Grabung, dessen Ergebnis wir uns unklar waren. Die erste Saurierspur wurde bereits 1979 gefunden. Wo eine Spur ist, könnten auch mehrere sein. Nicht nur ich habe daran geglaubt, sondern auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter.
Dank der Unterstützung der Gemeinde Dellach, dem Gemeindeverband, dem Land Kärnten und der EU, wurde dieses Projekt möglich. Die Idee zum Projekt ist 2011 erstmals entstanden, 2013 sind international arbeitende Experten ins Gailtal gekommen, um hier nach Spuren der Saurier zu suchen. Nach einer Woche wurden sie an einer einzigen Stelle fündig. So entstand die Geburtsstunde des Projektes “GeoTrac”. Mit unseren italienischen Partnern haben wir ein Interreg Projekt ins Leben gerufen. 2017 wurde “GeoTrac” genehmigt und im Frühsommer bereits im Kötschacher Berg gearbeitet.
Herzlichen Dank an Dr. Sebastian Vogt (leider ist er nicht anwesend). Er hat die Grabung geleitet und begleitet. Weiterer Dank gilt auch den Mitarbeitern der Gemeinde Dellach sowie ihrer Familie: “Viele Berge wurden erklommen und Hürden gemeistert.”
Versetzen der Berge
Auf Knien und in luftigen Höhen haben die Forscher ihre Zeit im Sommer 2017 verbracht. Mit Hammer und Meisel wurden tonnenweise Steine gespaltet, umgelagert und auf Spuren untersucht. Ermöglicht hat diese Grabung aber erst der Eigentümer der Fundstelle, die Nachbarschaft Kötschacher Alpe und Hainberg, mit Obmann Sepp Maier. “Immer gewährend hat er mich unterstützt, oft knurrend und brummend”, lächelte Ortner.
Interegg-Projekt
Der Kötschacher Berg ist ein Teil eines historischen Puzzles. Zuerst findet man Fährten, dann ev. Skelette. Einen Teil dieses Puzzles finden wir auch in den Fundstellen unserer Nachbarn. Das ursächliche Ziel des Interegg-Projektes “Zusammenwachsen und sich kennenlernen”. Mit den Dankesworten an alle bauausführenden Firmen und Mitbeteiligten, Gutgesinnten und ihrer Familie, beendet Gerlinde Ortner ihre Rede.
LR. Daniel Fellner
Danke an Landesrat Daniel Fellner für die Unterstützung: “Seit einigen Jahren beschäftigt mich die Wahrnehmung und der bewusste Umgang mit Schönheit. Die Aufmerksamkeit auf jene Dinge, die uns im Alltag begegnen, steigt von Jahr zu Jahr. Grab doch dort, wo deine Heimat ist. Wo kommen meine Großeltern her? Ein Eintauchen in die Vergangenheit 300 Jahren zurück war plötzlich unumgänglich. Mit meinem Sohn haben wir zeitnah römische Funde entdeckt. Von meiner persönlichen Familiengeschichte – nun bei den Römern gelandet – so gratuliere ich Ihnen, dass es gelungen ist, einen Teil unserer Geschichte den Bewohnern und Gästen aus Nah und Fern Preis zu geben. Herzliche Gratulation zu diesem Projekt.”
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