Ein Mutter-Tochter-Drama, das unter die Haut geht

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Lienz/ Kötschach Mauthen -

Es sind Themen, über die kaum jemand spricht – obwohl sie so wichtig sind. Was passiert, wenn das Leben keinen Sinn mehr zu haben scheint? Mit dem bewegenden Zwei-Personen-Drama „Gute Nacht, Mutter“ bringt der neu gegründete Theaterverein kostPAAR das Thema Suizid in Lienz und Kötschach-Mauthen auf die Bühne. Im Mittelpunkt stehen ein Mutter-Tochter-Konflikt, lange unausgesprochene Gefühle und die existenzielle Frage, ob es gelingt, einen Menschen davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist.

Mit ihrem Theaterverein kostPAAR bringen Astrid Hochenwarter und Stephanie Zanon mit „Gute Nacht, Mutter“ ein bewegendes Stück über Suizid und ein Thema auf die Bühne, über das viel zu oft geschwiegen wird

Zwei Frauen, eine gemeinsame Leidenschaft

Hinter dem neu gegründeten Theaterverein kostPAAR stehen Astrid Hochenwarter und Stephanie Zanon. Die beiden sind ehemalige Arbeitskolleginnen, Freundinnen und verbindet vor allem ihre gemeinsame Leidenschaft für das Theater. Mit ihrem Verein wollen sie sich vorwiegend ernsten Themen widmen und Stücke auf die Bühne bringen, die zum Nachdenken anregen. Auch der Name des Vereins erzählt von ihrer Verbindung: Das „K“ steht für Kärnten, „OST“ für Osttirol und „PAAR“ dafür, dass zwei Frauen gemeinsam hinter dem Projekt stehen. Aus Kärnten und Osttirol wird kostPAAR. Was die beiden verbindet, beschreiben sie selbst als etwas „ziemlich Kostbares“.

Zwei Freundinnen, eine gemeinsame Leidenschaft – die Liebe zum Theater verbindet Astrid Hochenwarter und Stephanie Zanon (c) Theaterverein kostPAAR

Ein Stück über ein Thema, das oft verschwiegen wird

An einem Abend eröffnet Anna ihrer Mutter, dass sie vorhat, sich das Leben zu nehmen. Was zunächst wie eine unfassbare Ankündigung wirkt, ist für Anna ein lange geplanter Entschluss. Für Mutter und Tochter beginnt damit ein Gespräch, das in dieser Offenheit bisher nie möglich war. Bislang unausgesprochene Konflikte treten an die Oberfläche und verlangen nach Aufmerksamkeit. Gemeinsam setzen sich die beiden Frauen mit ihrer Vergangenheit auseinander und erkennen, wie ohnmächtig sie sich in ihrem bisherigen Leben gefühlt haben.

Zwischen Verzweiflung und Hoffnung

„Gute Nacht, Mutter“ ist ein Zwei-Personen-Drama der US-amerikanischen Dramatikerin Marsha Norman, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter, die durch Annas Ankündigung vor eine existenzielle Herausforderung gestellt wird. Die zentrale Frage des Stücks lautet: Gelingt es der Mutter, ihre Tochter davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist? Das Drama beleuchtet die schwierige Auseinandersetzung mit persönlichen Verletzungen, familiären Konflikten und den Grenzen dessen, was Menschen einander in einer solchen Situation vermitteln können.

Darstellerinnen und Inszenierung

Astrid Hochenwarter übernimmt die Rolle der Mutter, Stephanie Zanon spielt die Tochter Anna. Weitere Figuren der Geschichte sind Annas Sohn Daniel, ihr Exmann, ihr Bruder Günther und dessen Frau Susi sowie Agnes, eine Freundin der Mutter. Sie treten im Stück nicht selbst auf, sind aber Teil der erzählten Lebensgeschichte. Die Inszenierung liegt in den Händen des Theatervereins kostPAAR.

Vier Termine in Lienz und Kötschach-Mauthen

Die Termine im Überblick:

  • Freitag, 13. November 2026, 19.30 Uhr: Hotel Harry’s Home, Lienz

  • Samstag, 14. November 2026, 19.30 Uhr: Hotel Harry’s Home, Lienz

  • Freitag, 20. November 2026, 19.30 Uhr: „Zur Säge“, Kötschach-Mauthen

  • Samstag, 21. November 2026, 19.30 Uhr: „Zur Säge“, Kötschach-Mauthen

Der Eintritt beträgt 20 Euro.
Karten können telefonisch oder per WhatsApp unter +43 660 288 1893 reserviert werden.