Segen für neuen Ziegenstall in St. Job

Fürnitz - Wenn ein Naturschauspiel zu Unheil wird, sind Mensch und Tier in großer Gefahr. Dieses Leid hatte auch Familie Oschounig am 17. Dezember letzten Jahres erfahren müssen. Dort brannte der Ziegenstall in St. Job bei Fürnitz bis auf die Grundmauern nieder.

Ein Dankesfest, an dem alle Spenden an die FF-Fürnitz ergingen, fand letzten Samstag in St. Job bei Fürnitz statt

Wie betroffen die Mitmenschen Kathrin und Josef Oschounig bei Seite standen, war letzten Samstag beim „Tag der offenen Stalltür“ spürbar. Jeder Händedruck, jede Gratulation kam von Herzen und spendete zudem Kraft für das neue Werk: den neuen Ziegenstall. Eine Woche vor der Neueröffnung trafen 200 Ziegen am Hof ein und die Freude der Familie war grenzenlos.
Auch für ein Taxi zum Parkplatz war beim Hoffest gesorgt
„Wir konnten es kaum glauben, dass der Stall wieder belebt wird und es nun wieder weitergehen kann. Dank der Unterstützung der Firmen, Freunde und unserer Familie, war Aufgeben keine Option für uns. Unsere Kinder sind motiviert und möchten den Betrieb mit uns fortsetzen, daher haben wir Ende Februar mit dem Abriss und dem Neubau begonnen. Danke an alle Betriebe, Vereine, Wegbegleiter, aber vor allem der Freiwilligen Feuerwehr, die uns durch diese schwere Zeit begleitet haben“, erzählt „Seppi“ Oschounig im Gespräch.
Familie Kathrin und Josef Oschounig mit ihren drei Kindern Matthias, Simon und Anna und Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler

Programm

Gegen halb zehn Uhr öffneten sich die Stalltüren. Seitens der FF-Fürnitz wurde für Speis und Trank gesorgt. Hier blieben keine Wünsche offen. Die Frauen der Umgebung sorgten für die süße Versuchung.

Festakt

Musikalisch eröffnete das „Ansemble Karavanke“, bevor Pfarrer Peter Olip die Begrüßungsworte und Segnung übernahm. Der „Hohenthurner Burschengsang“ untermalte die Zeremonie. Auch für die Kleinsten war das Rahmenprogramm perfekt angepasst: Sie wurden durch Ponyreiten, Kinderschminken und Hüpfburg animiert. Pferdekutschenfahrten rundeten das Freizeitangebot zu dem perfekt organisierten Hoffest ab.
… werden immer gerne in Anspruch genommen… Pferdekutschenfahrten
Ein Highlight für die Kleinsten

Segnung

„Wenn Wind zu Sturm wird, Wasser zu Überschwemmungen führt oder Feuer zu Flammen werden, die der Mensch nicht mehr bewältigen kann, so sind die ursprünglichen Naturschauspiele außer Rand und Band geraten.“ Diese Katastrophen lassen uns auch an die Überflutungen im Gailtal oder den Sturm im Lesachtal 2018 traurig zurück blicken. Mit dem heiligen Segen des Herrn Pfarrer, der mit der Familie und den Angehörigen durch sämtliche Hofgebäude ging, hofft die Familie wieder auf Glück. Glück, dass ein erneutes Unheil von der Familie und den Tieren fern bleibt.
Pfarrer Peter Olip sprach wertschätzende und mutspendende Worte
Auch im Pferdestall gab es Segen

Professionisten am Werk

Nach der Segnung trat auch die Jungfamilie aufs Podest, um ihre Worte an die anwesenden Gäste zu richten: Ein vollbesetztes Festzelt hielt plötzlich inne, als sich die Jungbäuerin bei den vielen Gönnern und Spendern, Helfern und Unterstützern bedankte. „Es wäre uns ohne diesen Zuspruch nicht möglich gewesen, die Kraft für einen Neubau zu bekommen. Allen voran möchten wir der Freiwilligen Feuerwehr Fürnitz und weiteren Kameraden großen Dank aussprechen, ihr habt unermüdlich für das „Brand aus“ gekämpft. Wochen nach dem Unglück wurde uns bewusst: „wir machen weiter!“. Unsere Kinder und Familien gaben uns den Halt für den Wiederaufbau.“ Noch einmal erwähnten Kathrin und Josef Oschounig, die mit ihren Kindern Matthias, Simon und Anna auf der Festbühne standen, ihre Wertschätzung – auch seitens der bauausführenden Firmen.
Das Festzelt füllte sich schon bald mit den Gästen
So kümmerte sich das Unternehmen „Ing. Bruno Urschitz“ für den Abtransport vom Brandmaterial und die Erdbewegungen, „Wolf Systembau“ war für die Oberkonstruktion des Stalles aus Holz zuständig. Für die Installationen wurde die Firma „Siegfried Masten“ beauftragt. Sämtliche elektrische Facharbeiten führte die Firma „Elektro Schneider“ aus Villach durch. Der auf dem neuesten Stand der Technik gebaute Melkstand wurde von „Unser Lagerhaus“ geliefert und montiert. Für die Aufstallung der 200 Ziegen wurde die Firma „Hochgatterer Stalleinrichtungen“ aus Pabneunkirchen beauftragt. Die Heutrocknungsanlage samt hydraulischem Kran wurde von der Firma „Lasco“ erreichtet. Michael Steiner („Alarm und Video“) war der Profi am Werk, als es zu Fertigstellung hin galt, das Objekt videotechnisch zu sichern bzw. überwachen.
Das neue Zuhause für die Ziegen lässt keine Wünsche offen

Neustart

Auch wir wünschen der Familie alles Gute mit dem neuen Stall. Eine Bildergalerie zur gelungenen Wiedereröffnung seht ihr hier: