Bürgermeister kicken im „Nationalteam“

Kötschach/Gitschtal - Seit 2008 besteht das österreichische Nationalteam der Bürgermeister. Wie es gleich zwei heimische Gemeindevertreter in die Mannschaft geschafft haben, wir haben nachgefragt.

Die Idee für ein Nationalteam der Bürgermeister entstand 2008 in Salzburg. Der pinzgauer Eventexperte Bernd Wallmann und Bgm. Reiter aus Rauris riefen in Zusammenarbeit mit dem österr. Gemeindebund   eine Bewerbung sowie ein Sichtungsspiel für die Mannschaft ins Leben. Aus allen Bewerbungen ging die Stammmannschaft hervor, diese trat dann bei der Europameisterschaft der Bürgermeister gegen 13 weitere Mannschaften an.
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Kicken für  den guten Zweck

„Es kristallisierte sich heraus, dass auch andere Länder bereits verschiedenste Mannschaften hatten. Fortan wurden jährlich Spiele für den wohltätigen Zweck, auch gegen Ärzte, Anwälte usw ausgetragen. Jeweils vor einer EM messen sich rein die Bürgermeister untereinander. So auch 2012 in Polen oder 2016 in Tschechien“, erzählt Manager Robert Reiter, der seit der ersten Stunde mit dabei ist.  
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Nicht nur  einfach dabei sein

„Walter Hartlieb hat von der Bgm. Nationalmannschaft erfahren und mich kontaktiert, unabhängig davon hat mich mein Freund Martin Enzi mit dem Spieler und Bürgermeister von Nussdorf/Osttirol Andreas Pfurner in Verbindung gebracht. Aufgrund unserer fußballerischen Vorgeschichte haben wir es dann schlussendlich auch ins Team geschafft“, freut sich Bgm. Christian Müller. Das erste gemeinsame Spiel war dann im August 2015 gegen das Ärzte-Nationalteam im Zuge einer Benefizveranstaltung in Münster.
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Einmal EM und zurück

Besonders in Erinnerung bleiben wird die Europameisterschaft 2016 in Tschechien. „Obwohl wir das Team mit dem höchsten Durchschnittsalter waren, konnten wir es bis ins Viertelfinale schaffen. In der Vorrunde wurde das erste Mal Deutschland bezwungen, Walter Hartlieb und ich hatten da mit vier Toren beim 5:4-Sieg einen maßgeblichen Anteil“, so Christian Müller, seines Zeichens Steuersachbearbeiter bei der CONFIDA Hermagor.
Das Nationalteam der Bürgermeister war mit zwei Mannschaften
beim Kleinfeldturnier im Gitschtal vertreten -Anlass war die Kuhfladentombola 2018

Auf eigene Faust

„Es ist etwas Besonderes mit Bürgermeister-Kollegen aus ganz Österreich in einer Mannschaft zu spielen und dem gleichen Hobby nachzugehen. Natürlich spielt der Gedankenaustausch mit den Bürgermeistern aus ganz Österreich eine große Rolle und das Gesellschaftliche kommt auch nicht zu kurz! Leider kann man aufgrund von Terminkollisionen nicht bei allen Spielen dabei sein, es ist aber schon eine Verpflichtung, so oft wie möglich ein Teil der Mannschaft zu sein.“ Trainieren muss übrigens jeder Spieler für sich selbst, mit Ausnahme eines gemeinsamen Trainings zu Saisonstart. Ebenso trägt jeder Spieler die Kosten selber und auch ein jährlicher   Mitgliedsbeitrag in die Mannschaftskasse wird eingehoben.