Kirchengemeinderat ließ alle Birken und Nadelbäume schlägern

Thörl-Maglern -

Gemeinderat Wolfgang Standner stellte mit Bedauern fest, dass der Kirchengemeinderat in Thörl-Maglern gegen die Erhaltung des Heldenfriedhofes ist.

Die Kirche St. Andrä in Thörl-Maglern ist eine bekannte (auch durch die besonderen Fresken des Malermeister Thomas) und besonders schöne und erwähnenswerte Kirche. Mit dieser Aktion wird sie nun leider auch im Negativen bekannt werden:

Faktum ist, dass sämtliche Bäume geschlägert wurden, damit die Kirche von Norden her einwandfrei zu sehen ist.

Gefahr im Verzug?

„Unter dem Deckmantel „Gefahr im Verzug“ wurden nach Absprache des Kirchengemeinderates von Thörl-Maglern (Herr Heinz Fercher) mit dem Förster Ing. Wilfried Seidl und Ing. Hermann Preschan, alle weißen Birkenbäume und Nadelbäume geschlägert,“ kritisiert Standner in seiner Aussendung.

Wolfgang Standner stellt sich folgende Fragen:

  • Waren alle Bäume durch Krankheit befallen? NEIN – nur einzelne Äste hätten altersbedingt entfernt werden müssen.
  • War der Nadelbaum auch von Krankheiten befallen? NEIN – er störte nur die Sicht auf die Kirche.

„Der Kirchengemeinderat hat weder eine Aussprache mit dem zuständigen Friedhofsreferenten der Marktgemeinde Arnoldstein noch mit dem SCHWARZEN KREUZ gesucht. Seitens des Friedhofsreferenten wurde die Zustimmung erteilt, dass die notwendigen Äste herausgeschnitten und die Bäume zugeschnitten werden dürften. Die  Gesamtschlägerung wurde nicht erlaubt,“ weiß Wolfgang Standner.

179 Soldaten ruhen hier in Frieden

Die 179 Soldaten, die ihre letzte Ruhe am Soldatenfriedhof in Thörl-Maglern gefunden hatten, würden sich für diese Aktion bedanken: Die Kreuze wurden willkürlich auf die Seite gestellt und stehen nun nicht mehr am gleichen Platz wie vor den Schlägerungen.

Dieser Soldatenfriedhof wird vom SCHWARZEN KREUZ betreut und seit einigen Jahren zusätzlich zu Allerheiligen von der Feuerwehrjugend Thörl-Maglern mit Kerzen und Blumengestecken geehrt.

Stets bestens gepflegt!

Als vor Jahren der Jägerzaun beim Soldatenfriedhof erneuert werden musste (laut Kirchengemeinderat bestand „Gefahr im Verzug“), wurde dies sofort vom SCHWARZEN KREUZ übernommen.

Das Holz wurde organisiert und die Arbeiten für den neuen Zaun wurden vom Bundesheer übernommen. Sämtliche Steinsäulen wurden von der Feuerwehr Thörl-Maglern gereinigt und mit einem Steinschutz angestrichen. Der Kirchengemeinderat und die Diözese unterstützten diese Arbeiten nicht. Im Gegenteil, es wurde auch noch der Denkmalschutz aktiviert, um diese Arbeiten hinauszuzögern.

Bildergalerie:

 

Schlußwort Standner:

„Die Bäume sind weg. Es wird sich schon wieder alles beruhigen.“ Das dürfte der Leitspruch des Kirchengemeinderates sein.