Der Via Iulia Augusta Kultursommer 2026 schlägt die letzten Seiten auf…

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Via Iulia Augusta -

Seit 15 Jahren gestaltet Intendantin Helga Pöcheim den Via Iulia Augusta Kultursommer mit „Musik aus allen Richtungen” und anregenden Extras wie Wanderungen, Filmvorführungen und Erkundungen in der Nachbarschaft. Von 10. Juli bis 18. Oktober 2026 finden in den VIA-Gemeinden Kötschach-Mauthen, Dellach im Gailtal und Oberdrauburg zehn Konzerte, ein Artist-in Residence-Programm und ein Familien-Nachmittag statt. Eine Studien- und Konzertreise auf den Spuren der namensgebenden alten Römerstraße ergänzt das Programm. Im Mittelpunkt stehen die musikalische Artenvielfalt und die lebendige Interaktion von Musik und Literatur, Geschichte und Landschaft.

Die 'Hackbrett Chamber Fusion' gastiert nochmal an der Via Iulia Augusta

Das fünfzehnte Jahr mit „Musik aus allen Richtungen” unter der Intendanz von Helga Pöcheim hält noch eine musikalische Zugabe und Wissenswertes über die Geschichte der Römerstraße bereit: ein Konzert des Ensembles Hackbrett Chamber Fusion am 18. Oktober im Gasthof Grünwald in St. Daniel und eine Buchpräsentation am 25. Oktober Uhr im Archäologiepark Aguntum. Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

VIA Zugabe: Hackbrett Chamber Fusion

Sonntag, 18. Oktober 2026, 18.00 Uhr
Gasthof Grünwald, St. Daniel
Eintritt frei

Der Sommer hat sich noch nicht verabschiedet, und auch an der Via Iulia Augusta gibt es im Oktober noch zwei interessante Begegnungen mit Musik und Geschichte. Die Jubiläumsedition 2026 klingt aus mit einem weiteren musikalischen Abenteuer in außergewöhnlicher Besetzung: Hemma Pleschberger-Schmölzer am Hackbrett, Regina Wiesflecker am Klavier und Robert Rasch am Violoncello. Alle drei sind als PädagogInnen in den Oberkärntner Musikschulen tätig. 

Das Programm dieses Abends, „15 – Finale con brio” spiegelt die künstlerische Offenheit und Vielseitigkeit des VIA Kultursommer wider: Hier trifft vermeintlich Vertrautes auf Unerhörtes, Tradition auf Experiment und Kammermusik auf musikalische Welten, die in keine Schublade passen.

Das Trio erweckt Raritäten klassischer Kammermusik neu zum Leben und verbindet sie mit Weltmusik und Volksmusik-Elementen zu ungeahnten Klangwelten. Wer das Instrument Hackbrett kennt, wird staunen über dieses Zusammenspiel voller Überraschungen und Klangmagie.

Stadttor Aguntum                                                                                          @Museum Aguntum_Tiroler Landesmuseen

Buchpräsentation

Sonntag, 25. Oktober 2026, 14.00 Uhr
Archäologiepark Aguntum, Dölsach
Eintritt frei

„Via Iulia Augusta – Geschichte und Geschichten, Storia e storie” ist der Titel des durchgehend zweisprachigen „Lesebuchs für historisch Interessierte” von Hannes Guggenberger, das der VIA Kultursommer kürzlich im Verlag Hermagoras herausgebracht hat.

Die antike Römerstraße Via Iulia Augusta führte einst von der Metropole Aquileia über den Plöckenpass nach Aguntum, die einzige Römerstadt Tirols. Die Anfänge dieser  Verkehrsverbindung reichen aber viel weiter zurück, bis zu den Anfängen der Besiedlung in der Frühgeschichte. Das Buch betrachtet die Via Iulia Augusta nicht bloß als Weg über die Alpen, sondern als roten Faden durch eine wechselvolle Geschichte des Raumes zwischen der Adria und den Alpen.

Autor Hannes Guggenberger                                                                                                               (c) Anna Schoitsch

Buchvorstellung und anschließender Vortrag

Der Autor Hannes Guggenberger und Helga Pöcheim, Intendantin des VIA Kultursommers, stellen das Buch vor. Für den wirtschaftsgeschichtlichen Blick auf die antike Verkehrsader sorgt Kulturvermittler Hannes Rohracher mit seinem Vortrag „Via Iulia Augusta – Die Wege der Wirtschaft in Aguntum”.

Abschließend richtet Museumsleiterin Elisa De Gaetani den Blick nach vorne und gibt einen Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2027. Mit Maroni und Glühwein klingt der Nachmittag aus an dem Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkommen.

Zum Inhalt:

Guggenberger beschreibt das Buch als Einladung zu einer Zeitreise durch die Jahrtausende: „Die Spurensuche führt zurück zu den Anfängen der Besiedelung in der Prähistorie und weiter über die Antike bis in das Spätmittelalter, die Zeit des Paolo Santonino. Auf dieser „Wanderung durch die Zeiten” begegnen wir Venetern und Kelten, Römern, Karantanen und Baiern. Kulturelle Zusammenhänge und politische Hintergründe werden sichtbar.”

Der gut recherchierte, lesefreundlich gestaltete Text schlägt immer wieder Brücken in die Gegenwart und regt dazu an, den Raum Carnia, Oberkärnten und Osttirol selbst zu erkunden.