Weniger Abhängigkeit von Erdölimporten
Der steigende Anteil an Elektroautos kann auch die heimische Energieversorgung stärken. Während Erdöl teuer importiert werden muss, lässt sich Strom für Elektrofahrzeuge beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach erzeugen. Gerade in Kärnten verfügen zunehmend mehr Haushalte über eine solche Anlage. „Mit steigendem Elektroauto-Anteil sinkt unsere Abhängigkeit von Erdölimporten“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Zudem sind Elektromotoren deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren: Laut Daten des Umweltbundesamts kommen Elektroautos mit derselben Energiemenge im Durchschnitt dreimal so weit wie Benzin- oder Dieselautos. Beim Fahren stoßen sie außerdem keine gesundheitsschädlichen Abgase und kein klimaschädliches CO₂ aus.
Elektroautos als flexible Stromspeicher
Elektroautos können nicht nur den Energieverbrauch im Verkehr verändern, sondern auch das Stromnetz unterstützen. Werden die Fahrzeuge gezielt dann geladen, wenn viel Sonnen- oder Windenergie zur Verfügung steht, lässt sich erneuerbarer Strom besser nutzen. Durch gesteuertes Laden können Elektroautos als flexible Pufferspeicher wirken und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Digitale Stromnetze ermöglichen es, Stromerzeugung, Verbrauch, Speicher und Ladeinfrastruktur aufeinander abzustimmen. Das Potenzial dafür ist groß: Laut VCÖ stehen Autos im Durchschnitt rund 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz.
Großteil der Ladevorgänge findet zu Hause statt
Wie groß die Möglichkeiten für eine bessere Abstimmung des Ladens sind, zeigt auch der Ort der Ladevorgänge. Laut VCÖ werden 88 Prozent der Ladevorgänge von Elektroautos zu Hause durchgeführt, weitere neun Prozent am Arbeitsplatz. Nur drei Prozent entfallen auf öffentliche Ladestellen. Damit bieten sich insbesondere im privaten und betrieblichen Bereich Ansatzpunkte, um das Laden stärker an der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie auszurichten.
VCÖ fordert Änderungen bei Firmenwagen
Um den Anteil der Elektroautos weiter zu erhöhen, sieht der VCÖ auch bei der Besteuerung von Firmenwagen Handlungsbedarf. Da in Österreich rund zwei Drittel der Neuwagen auf Unternehmen oder andere juristische Personen zugelassen werden, könnten steuerliche Änderungen besonders wirksam sein. Der VCÖ fordert deshalb, die steuerliche Begünstigung von Firmenwagen mit Verbrennungsmotor zu beenden. Nach belgischem Vorbild soll deren steuerliche Absetzbarkeit schrittweise auf null reduziert werden, heißt es abschließend.









































