Tourismus neu gedacht

- ANZEIGE
Gailtal Journal zu bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen Aktivieren

. -

Das Interreg-Projekt „Regenerate“ zeigt im Gailtal und im Alpenraum, wie touristische Prozesse zukunftsfähig gestaltet werden können. Gemeinsam mit starken Partnern entwickelt die Initiative praxisnahe Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Lebensräumen und regionalen Ressourcen für kommende Generationen.

Vom Erfahrungsaustausch zur Praxis: Gemeinsam unterwegs am Nassfeld

Wie kann sich der alpine Tourismus langfristig so weiterentwickeln, dass Natur, Wirtschaft und die Einheimischen besser in Einklang stehen? Erste wertvolle Orientierungshilfen dazu liefert das abgeschlossene EU-Interreg-Projekt „Regenerate“. Es bot einen offenen Zukunftsprozess, der dazu beitragen soll, die Widerstandskraft alpiner Regionen zu stärken. Statt allumfassender Versprechungen ging es darum, gemeinsam praxisnahe Wege und ergänzende Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensräumen aufzuzeigen und schrittweise zu verankern.

Starke Partnerschaft über Grenzen hinweg

Um diesen wichtigen Prozess auf eine breite Basis zu stellen, haben Partner aus dem Alpenraum eng zusammengearbeitet: das Consorzio di Promozione Turistica del Tarvisiano, die NLW Tourismus Marketing GmbH, die Cooperativa Turistica Alta Badia sowie Etifor | Valuing Nature. Unterstützt durch Institutionen wie die PromoTurismoFVG und die Fondazione DMO Dolomiti Bellunesi ermöglichte die Kooperation einen grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und das erfolgreiche Erproben zukunftsfähiger Lösungsansätze über administrative Grenzen hinweg.

Erfolgreiche Initiativen als Basis

Im Laufe der Projektlaufzeit wurden vielfältige praxisnahe Initiativen umgesetzt, die nun als Basis für die Zukunft dienen. Dazu zählen in Tarvis naturnahe Angebote und Wegaufwertungen, die Wanderer dazu einladen, die Natur bewusster zu erleben und zu genießen, statt starrer Lenkungsmaßnahmen. Weiters wurden die behutsame Aufwertung historischer Kulturpfade wie der „Strada della Vena“ in Arabba/Colle S. Lucia sowie naturnahe Bildungs- und Bewegungsräume in Alta Badia erarbeitet. Auch in der Region Nassfeld-Pressegger See, Lesachtal und Weissensee setzte man auf Informationsarbeit: Mit digitalen Formaten und dem sympathischen Begleiter „Murmele“ wurden Themen wie Müllvermeidung, regionale Identität und umweltschonende Mobilität anschaulich vermittelt.

Der gemeinsame Blick nach vorn

Durch den intensiven Austausch zwischen Österreich und Italien ist ein wertvoller Wissenstransfer entstanden, der langfristig nachwirkt. Regenerate liefert dabei keine starren Patentrezepte, sondern Grundlagen und realistische Handlungsoptionen, um die touristische Zukunft des alpinen Raums partnerschaftlich weiterzugestalten. Ein zentraler Baustein für diesen langfristigen Erfolg bleibt stets die aktive Einbindung der regionalen Bevölkerung sowie aller touristischen Akteure vor Ort.