Reinhard Schmid hat 2013 von seinem Vater Helmut die Firma übernommen. Seine Schwerpunkte waren vor allem Spenglerarbeiten, Dacheindeckungen, Flachdachisolierungen und Abdichtungen. „Je höher, technisch anspruchsvoller und gefährlicher, desto lieber“, so war das Motto von Firmenchef Reinhard Schmid (61), der nun in Pension geht.
Entwicklung des Familienbetriebes
„Mein Vater Helmut begann bei der ehemaligen Kötschacher Firma Langegger als Spengler-, Wasserleitungsinstallateur und Heizungsbauer-Lehrling. Später und nach Gründung einer Familie war mein Vater bei der Firma Zoppoth. Im Jahre 1966 gründete er sein Unternehmen und seine erste bescheidene Werkstätte war im Keller der örtlichen Raiffeisenbank Gundersheim untergebracht. Später wurde in das alte Volksschulgebäude Grafendorf übersiedelt. Doch auch diese Räumlichkeiten erwiesen sich als zu klein und er wagte den Umzug in den damals leerstehenden Rosner-Hosenbetrieb in Kirchbach, denn er später erwarb“.
Erweiterung zu einem wichtigen Zulieferer
Der Familienbetrieb Schmid entwickelte sich in weiteren Jahren neben der Spenglerei und der Installation zu einem Zulieferer für die Klimatechnikindustrie und beschäftigte bis zu 50 Mitarbeiter. Er war auch der erste Kommerzialrat in der Geschichte der Marktgemeinde Kirchbach. Dieser Titel wurde ihm 2011 vom Bundespräsidenten über die Wirtschaftskammer verliehen.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit war der ehemalige Gailtalgolf-Präsident sehr aktiv in der Wirtschaftskammer, der Spengler- und Kupferschmiedinnung tätig. Auch in der kommunalen Politik, ob als Gemeinderat, Vorstand und als Vizebürgermeister hat der begeisterte Jäger mitgewirkt. Helmut Schmid: „Die wirtschaftliche Weiterentwicklung in der Marktgemeinde Kirchbach bzw. in unserer Region war mir immer ein Anliegen“.
Gailtal Journal: Sie gingen ja schon bei Ihrem Vater in die Lehre?
Schmid: „Mein Vater bildete etliche Lehrlinge aus und ich und mein Bruder Günther waren zwei davon. Als mein Vater im Jahre 2004 in Pension ging, führte ich die Spenglerei. Mein Bruder übernahm damals die Geschäftsführung und leitete zugleich den Installationsbetrieb. Heute führt er einen eigenen Installationsbetrieb“.
Gab es besondere Herausforderungen & Leistungen?
„Ja, die schweren Hagelschäden sowie die zwei schneereichen Winter. Auch die schweren Stürme haben viele Schäden an Dächern verursacht und uns stets stark gefordert. Wir konnten aber dank meiner guten Mitarbeiter die uns übertragenen Arbeiten zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden bewältigen“.
Dank an Mitarbeiter und Kunden
„Ich möchte mich bei meinen ehemaligen Mitarbeiteren vor allem für ihre Treue und sehr gute Arbeit von ganzem Herzen bedanken. Auch ein Danke an meine vielen Kunden und besonders jenen, die in meiner schwierigen Startzeit immer hinter mir gestanden sind sowie die hohe Qualität unserer Arbeit geschätzt haben“.

Mitarbeiter übernimmt seine Firma
Sein langjähriger Mitarbeiter Andreas Bock (38) hat seit Anfang diesen Jahres die Betriebsstätte erworben und führt mit eigenem Firmennamen nun den Spenglereibetrieb. „Andi ist schon seit der Lehre in unserem Betrieb gewesen und ich wünsche Ihm viel Erfolg“, so Reinhard Schmid.
Was werden Sie nun in der Pension machen?
„Nachdem ich quasi nach der Pflichtschule für meinen Beruf gelebt habe, bleibt nun etwas mehr Zeit für Reisen, aber auch mehr Zeit für meinen Glauben als Zeuge Jehovas“.