Zufahrt nach Nostra in der Zielgeraden

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Seit Herbst 2020 läuft die Sanierung des Güterweges von Birnbaum nach Nostra; Fertigstellung bis zum Kirchtag am 14. Juni 2025.

Bergdorf Nostra auf 1.100 m Seehöhe

Die Gesamt-Investitionssumme im Rahmen der Förderaktion „Ländliches Wegenetz“ für dieses für das Lesachtal überaus bedeutende Projekt wird bei etwa 3,5 Millionen Euro liegen. Die Finanzierung erfolgt durch 65 % Landesförderung, 30 % Gemeinde-Mittel und 5 % Eigenleistungen der Betroffenen.

Von der B111 kurz nach Birnbaum führt die neue Straße hinunter zur Gail

Zukunftsweisend

Der 5,4 Kilometer lange Weg hat nicht nur für die Ortschaft Nostra essenzielle Bedeutung, sondern erschließt auch in weiterer Folge eine der touristischen Perlen des Lesachtales, die Region Wolayersee. Gleichzeitig mit der Straßensanierung wurde Nostra auch mit Glasfaser-Internet versorgt und die gesamte Stromversorgung krisensicher als Erdkabel verlegt. Überaus großzügig fallen auch die Kurvenradien, die Fahrbahnbreiten sowie der für Schwerverkehr passende massive Unterbau der sanierten und durchgehend asphaltierten Straße auf, damit es für LKW und Traktoren mit Hänger keinerlei Limits gibt. Der Holz-Belag der bestehenden Gailbrücke wird ebenfalls noch erneuert.

Zusammenhalt

Das Gailtal Journal hat sich im Rahmen einer Besichtigungs-Tour mit Dipl. Ing. Gerald Obernosterer, Obmann der Bringungsgemeinschaft, über Entstehung und Verlauf des Projektes informiert. Beeindruckend ist dabei die vorausschauende Einigkeit und die Großzügigkeit der Grundbesitzer, die hier unter der professionellen Führung des engagierten Obmannes eine beispielhaft kluge und zukunftsweisende Erschließung der Ortschaft Nostra vorantreiben.

Obmann DI Gerald Obernosterer (rechts) mit Kassier Thomas Webhofer

Zahlen und Fakten

Dipl. Ing. Obernosterer (Bereichsleiter Netzmanagement bei der Kärnten Netz GmbH) erklärt: „Ursprünglich wurde die Straße in den 1960er-Jahren errichtet, aber großteils auf neuer Trasse, d.h. nicht auf öffentlichem Gut. Vermessung und Überführung ins öffentliche Gut wurde zwar damals im Gemeinderat beschlossen, aber nie umgesetzt. Per Bescheid durch die damalige Gemeinde Birnbaum erfolgte 1969 die Öffentlichkeitserklärung des Nostra-Weges. Es ist eine öffentliche Straße (gemäß Einreihungsverordnung eine Straße mit geduldeter Widmung, weil ja nicht im öffentlichen Gut) und auch die öffentliche Zufahrt zur Hubertuskapelle und zur Wolayersee-Hütte. 2013 erfolgte dann der Antrag der Interessensgemeinschaft Nostra auf Sanierung der Weganlage, gefolgt durch die Neubeanteilung der Weganlage durch Bescheid (= Neubeginn der Bringungsgemeinschaft) im Jahre 2019. Beanteilt wurden ca. 475 Grundstücke von 34 Eigentümern und alle Grundbesitzer hinter der Brücke nach der Hubertuskapelle nach dem „Kärntner Schlüssel“ des DI Friedrich Merlin, ehemaliger Leiter der Agrarbautechnik des Landes Kärnten. Baubeginn war konkret am 15. Oktober 2020. In Nostra stehen 15 Häuser mit gemeldeten 34 Personen als Hauptwohnsitz (Stand 02. 2025) sowie 6 nicht dauerhaft bewohnte Objekte.“

Zahlreiche Hangsicherungen, Stützmauern, Geogitter und Leitschienen wurden errichtet

Beteiligte Firmen bei der Güterwegsanierung

Erdbau Strasser war während der gesamten Bauarbeiten mit Materialtransporten aller Art (Schotter, Aushubmaterial, Beton etc.) sowie Baggerarbeiten und Walzen im Einsatz. Seiwald Bau übernahm die Aufbereitung von Schotter (Brechen) und den Transport. Das Autohaus Webhofer-Presslauer sorgte mit der Multifunktions-Zugmaschine Fastrac für effizienten Materialtransport. Swietelsky war mit laufenden Asphaltierungsarbeiten maßgeblich an der Straßenfertigstellung beteiligt.