Achtung bei Hotelbuchungen: Neue Betrugsmasche über Fake-Websites

Österreich -

Vermehrt häufen sich Meldungen über Online-Betrug. Nun warnt Watchlist Internet vor einer neuen, besonders tückischen Masche: Kriminelle nutzen gefälschte Hotel-Websites, um persönliche Daten und möglicherweise Geld von Gästen zu erlangen. Wer online ein Zimmer bucht, sollte daher genau hinschauen.

Gefälschte Hotel-Websites – Augen auf beim Buchen!

Auf den ersten Blick wirken Fake-Websites professionell, doch bei genauerem Hinsehen fallen Unterschiede auf. Die Domain wurde erst kürzlich registriert, in einem anderen Land, während die echte Website schon lange existiert. Ein korrektes Impressum fehlt vollständig, auch wenn die echte Adresse im Footer angezeigt wird. Die Texte enthalten zahlreiche Fehler und Ungenauigkeiten, so wird das Hotel fälschlicherweise als „im Herzen der Stadt“ beschrieben. Die Erfahrungsberichte wirken generisch und KI-generiert, mit wiederholten Hinweisen auf eine „zentrale“ oder „ruhige Lage inmitten der Stadt“. Ein Vergleich mit der echten Website macht die Qualitätsunterschiede sofort sichtbar.

Phishing-Mails als zweite Masche

Die gefälschte Website dient den Tätern zusätzlich als Basis für Phishing-Mails. Oft wird ein angebliches Gewinnspiel beworben, bei dem Teilnehmer eine „Mystery-Box“ gewinnen sollen. Das Porto muss jedoch per Kreditkarte bezahlt werden. Tatsächlich handelt es sich um eine Masche, um Kreditkartendaten abzugreifen und sofort zu belasten.

Daran ist die Falle zu erkennen

  • Reviews: Die Erfahrungsberichte angeblicher Gäste wirken generisch und nichtssagend – sie sind eindeutig KI-generiert. Auch hier ist immer wieder die Rede von einer „zentralen Lage“ oder einer „ruhigen Lage inmitten der Stadt”.

  • Impressum: Zwar nutzt die Fake-Website wie erwähnt die echte Adresse des echten Hotels, ein Impressum sucht man allerdings vergebens.

Im Fake-Hotel gebucht?

  • Wer über das Buchungsformular seine Kontaktdaten angegeben hat, sollte in den kommenden Wochen besonders wachsam sein. Die Betrüger könnten diese Informationen nutzen, um weitere Betrugsversuche zu starten.
  • Wenn eine Vorauszahlung für die Reservierung geleistet wurde, ist es wichtig, sofort die Bank, den Kreditkartenanbieter oder den genutzten Zahlungsdienstleister zu informieren. Die Erfolgsaussichten einer Rückbuchung hängen von der gewählten Zahlungsmethode ab: Bei Überweisungen sind die Chancen auf eine Rückerstattung meist gering, während Zahlungen per Kreditkarte oder über Dienste wie PayPal bessere Möglichkeiten bieten.
  • Wer eine Phishing-Mail erhalten hat und an einem angeblichen Gewinnspiel teilgenommen hat, sollte umgehend den Kreditkartenanbieter kontaktieren und die Situation detailliert schildern.
  • Zudem ist es ratsam, den Vorfall bei der Polizei zu melden. Je mehr Informationen die Behörden über einen Betrugsfall erhalten, desto effektiver können sie die Täter verfolgen und Ermittlungen einleiten.