Widersprüche führten zu Misstrauen seitens der Beamten
Am 03. April 2025 gegen 21:45 Uhr wandte sich ein 38-jähriger Mann aus Spittal an der Drau im Zuge einer Amtshandlung an die Polizei. Er behauptete, im Stadtgebiet von einer unbekannten männlichen Person zur Herausgabe seiner Bankomatkarte aufgefordert worden zu sein. Dabei sei er mit einem Butterfly-Messer an der rechten Wange verletzt worden. Obwohl der Mann seine Darstellung bei der anschließenden Opfervernehmung zunächst wiederholte, geriet er zunehmend in Widersprüche. Zudem konnten die sichtbaren Verletzungen im Gesicht nicht mit dem geschilderten Ablauf des angeblichen Überfalls in Einklang gebracht werden.
Geständnis: Raub war erfunden
Schließlich gab der 38-Jährige zu, den Raubversuch nur vorgetäuscht zu haben. Die Verletzungen seien durch einen Sturz entstanden. Er zeigte sich reumütig und erklärte, dass er die Polizei nicht hätte belügen dürfen. Die Tragweite seines Handelns sei ihm nicht bewusst gewesen.
Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt
Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wird der Mann nun der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass das Vortäuschen von Straftaten strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.