Achtung, Betrug!
Der Erstkontakt erfolgte über die offizielle Telefonnummer des Innenministeriums (+43 1 53126), die von den Tätern durch sogenannte „Caller ID Spoofing“-Methoden gefälscht wurde. Im weiteren Verlauf wurde in einem Videochat die Identität des Ministers vorgetäuscht, um Vertrauen zu erwecken. Das Bundeskriminalamt betont: Es handelt sich um einen klaren Betrugsversuch. Weder das Innenministerium noch andere österreichische Behörden fordern jemals über Videochats oder Telefonanrufe zu Spendengeldern für Lösegeldzahlungen auf.
Deepfakes: Vom Spaß zur ernsten Gefahr
Manipulationen von Bildern und Videos sind nicht neu: Face-Swapping-Apps und Social-Media-Challenges haben die Technik bereits vielen bekannt gemacht. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz lassen sich Deepfakes heute jedoch leichter erstellen, sie wirken täuschend echt und werden zunehmend für Straftaten missbraucht.
Deepfakes erkennen: Worauf achten?
Verdächtige Merkmale können sein:
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Unnatürliche Übergänge im Gesicht oder verschwommene Konturen
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Unlogische Schatten, fehlendes Blinzeln, unnatürliche Mimik
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Stimmen mit metallischem Klang, monotone Sprachweise oder falsche Betonungen
Tipps im Umgang mit Deepfakes
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Kritisch bleiben: Inhalte in sozialen Netzwerken oder via Messenger nicht ungeprüft glauben oder weiterverbreiten.
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Quelle prüfen: Handelt es sich um eine offizielle, vertrauenswürdige Quelle?
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Auffälligkeiten beachten: Unnatürliche Bewegungen, unlogische Details oder auffällige Tonqualität können Hinweise liefern.
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Keine vorschnellen Handlungen: Bei Geldforderungen oder Drohungen sofort die Polizei verständigen.
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Sparsam mit eigenen Daten umgehen: Vorsicht bei der Veröffentlichung von Fotos, Videos und Sprachaufnahmen im Internet.