Cannabis-Anbau vor Gericht: Bedingte Haftstrafe und Geldbuße für Familienvater

Hermagor/ Klagenfurt -

Am Montag, den 2. März 2026, musste ein Familienvater vor dem Landesgericht Klagenfurt erscheinen. Im Dezember des Vorjahres waren in seiner Wohnung in Hermagor 4,5 Kilogramm angebautes Cannabiskraut sichergestellt worden. Laut Anklage sollen er und seine Ehefrau die Drogen für den Weiterverkauf produziert haben. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer bedingten Haftstrafe und einer Geldstrafe, während die Anklage gegen seine Frau fallengelassen wurde.

Am Montag fand der Prozess gegen das Ehepaar am Landesgericht Klagenfurt statt


Bei der Hausdurchsuchung im Dezember 2025 stellte die Polizei die größte Suchtmittelmenge sicher, die in den vergangenen Jahren im Zuge eines solchen Einsatzes entdeckt worden war. Insgesamt wurden mehrere Kilogramm Cannabiskraut gefunden, das nach Einschätzung der Ermittler für den Weiterverkauf bestimmt gewesen sein soll. Wie nun bekannt wurde, ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen die Frau jedoch nur wenige Wochen später fallen.

Angeklagter beruft sich auf Eigenbedarf

Vor Richter Oliver Kriz erklärte der Angeklagte, das sichergestellte Cannabiskraut sei ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt gewesen. Der 41-Jährige aus dem Bezirk Hermagor begründete dies mit den Folgen eines Unfalls: Seitdem leide er unter starken Schmerzen, die nach seinen Angaben nur durch den Konsum des Krauts gelindert werden konnten.

Bedingte Haftstrafe und Geldstrafe ausgesprochen

Der Richter riet dem Mann, dringend medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zugleich verhängte er eine bedingte Haftstrafe von vier Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von mehreren hundert Euro. Die vergleichsweise moderate Strafe begründete das Gericht unter anderem damit, dass der Angeklagte für sechs Kinder unterhaltspflichtig ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.