Empörung: Ein kurzer Spaziergang – ein riesiger Sack Müll

Hermagor -

Was für ein beschämendes Bild sich entlang der B111  bietet, ist kaum in Worte zu fassen. Auf einem kurzen Spaziergang von nur wenigen hundert Metern bei Postran mussten Lorenz (12) und Johanna (10) – gemeinsam mit ihrer Oma – feststellen, wie gedankenlos und rücksichtslos manche Menschen mit ihrer Umwelt umgehen.


Nur wenige hundert Meter – erschreckende Bilanz

Innerhalb kürzester Strecke zwischen Podlanig und Mitschig füllte sich ein riesiger Müllsack. Plastikflaschen, zerbrochene Glasflaschen, zerdrückte Getränkedosen, Pizzakartons, sämtliches Verpackungsmaterial, Zigarettenstummel und sogar Snus-Packerln lagen achtlos am Straßenrand verstreut. Offensichtlich wurde vieles davon einfach aus dem Autofenster geworfen – während man bequem weiterfährt und die Verantwortung am Straßenrand liegen lässt.

Plastik, Glas und Verpackungen: Alles aus dem Autofenster

Und das in Zeiten, in denen unaufhörlich von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gesprochen wird. Wie passt das zusammen? Auf der einen Seite große Worte, auf der anderen Seite ein erschreckendes Maß an Gleichgültigkeit. Wer entlang dieser Strecke unterwegs ist, findet keine saubere Landschaft vor, sondern ein Sammelsurium an Abfällen, das weder in unsere Natur noch auf unsere Straßen gehört.

Wer räumt das alles weg?

Man muss sich ernsthaft fragen: Wer soll das alles wegräumen? Sind es am Ende engagierte Spaziergänger wie Lorenz und Johanna mit ihrer Oma? Ehrenamtliche? Die Gemeinden – und damit letztlich wieder wir alle über Steuergelder? Es kann doch nicht sein, dass einige wenige ihren Müll gedankenlos entsorgen und andere ihn mühsam aufsammeln müssen.

Saubere Wege gehen uns alle an

Jeder Mensch sollte so viel Verantwortungsbewusstsein besitzen, seinen Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen. Es ist keine Frage von Bequemlichkeit, sondern von Respekt – gegenüber der Umwelt, gegenüber Mitmenschen und gegenüber kommenden Generationen.

Saubere Wege und Straßen sollten selbstverständlich sein. Doch solange Müll achtlos aus Autofenstern geworfen wird, bleibt das eine Illusion. Es braucht dringend ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass unsere Landschaft kein Abfalleimer ist. Jeder Einzelne ist gefordert.