Fake oder echt? – Mit diesen Tipps Betrugsfallen sofort erkennen

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Kärnten/ Österreich -

Eine Nachricht mit dringendem Handlungsbedarf, ein scheinbar harmloser Button und nur ein Klick bis zur vermeintlichen Lösung: Mit dieser Masche versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu gelangen. Im Rahmen der Aktion „10 Tage gegen Phishing“ zeigt Watchlist Internet, wie sich verdächtige Links enttarnen lassen – und warum sich ein genauer Blick lohnen kann.

Betrüger locken mit gefälschten Nachrichten und Links in die Falle – Watchlist Internet zeigt, woran sich Phishing-Versuche erkennen lassen und wie man sich schützt

Ein Klick kann zur Falle werden

„Achtung, Ihr Konto muss überprüft werden!“ oder „Bestätigen Sie umgehend Ihre Daten!“ – solche Aufforderungen sollen Empfänger unter Druck setzen und zum schnellen Handeln verleiten. Der Button in der Nachricht wirkt dabei oft unauffällig. Tatsächlich kann er jedoch auf eine gefälschte Internetseite führen, auf der Kriminelle persönliche Informationen oder Zugangsdaten abgreifen wollen, informiert Watchlist Internet. 

So lässt sich der Link überprüfen

Dafür braucht es kein spezielles Programm, heißt es weiter. Am Computer reicht es, den Mauszeiger auf den Button zu bewegen, ohne darauf zu klicken. Nach kurzer Zeit wird in vielen Fällen die tatsächliche Zieladresse eingeblendet. Auf dem Smartphone lässt sich diese häufig durch längeres Drücken auf den Button anzeigen. Wichtig: Den Link nicht versehentlich öffnen. Je nach Gerät und Anwendung kann sich die Anzeige unterscheiden. Im Zweifel sollte man die Nachricht schließen und die betreffende Website direkt über die bekannte Internetadresse aufrufen.

Der tatsächliche Link hinter dem Button einer Phishing-Mail im Namen der ÖGK (c) Screenshot Watchlist Internet

Diese Warnsignale verraten Fake-Seiten

Verdächtige Links fallen häufig durch ungewöhnlich lange Adressen, eine auffällige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen oder eine Schreibweise auf, die einer bekannten Marke ähnelt, aber nicht mit deren offizieller Internetadresse übereinstimmt. Auch verkürzte Links, etwa über Dienste wie bit.ly, können in einem verdächtigen Zusammenhang ein Warnsignal sein. Sie sind allerdings nicht automatisch betrügerisch. Besondere Vorsicht ist bei unerwarteten Nachrichten angeblicher Behörden oder offizieller Stellen geboten, die zur Eingabe persönlicher Daten auffordern. Auch Links in SMS-Nachrichten, etwa zur angeblich notwendigen Verlängerung einer ID-Austria-Registrierung, sollten kritisch geprüft werden.

Eine gefälschte Zahlungsaufforderung im Namen der ASFINAG setzt Empfänger unter Druck und soll sie zu einer schnellen Zahlung verleiten (c) Privat

Was tun, wenn man bereits geklickt hat?

Wer seine Zugangsdaten auf einer gefälschten Website eingegeben hat, sollte die betroffenen Passwörter umgehend ändern. Wurden Bankdaten oder Online-Banking-Zugangsdaten preisgegeben, ist es wichtig, sofort die Bank zu kontaktieren und die Kontobewegungen aufmerksam zu kontrollieren. Auch weitergegebene persönliche Informationen können für spätere Betrugsversuche missbraucht werden. Watchlist Internet empfiehlt deshalb, wachsam zu bleiben und verdächtige Nachrichten zu melden.