Mehr Fahrrad-Abstellplätze nötig, auch vor Geschäften, Freizeiteinrichtungen sowie Bahnhöfen und Haltestellen

In Kärnten im Vorjahr erneut weniger Fahrraddiebstähle – aber 1.111 Fahrräder gestohlen

VCÖ - In Kärnten wurden im Vorjahr zum dritten Mal in Folge weniger Fahrräder gestohlen, macht der VCÖ aufmerksam. 1.111 Fahrräder wechselten unerlaubt den Besitzer, um 97 weniger als im Jahr davor. Nur jeder elfte Diebstahl wurde geklärt.

Der VCÖ betont, dass es vor allem bei Freizeiteinrichtungen, bei Bahnhöfen und auch bei Wohnhausanlagen und Bürogebäuden mehr Parkplätze für Fahrräder braucht. Der VCÖ rät, das abgestellte Fahrrad immer abzusperren und ein gutes Fahrradschloss zu verwenden.

   Mehr Radverkehr, weniger Diebstähle

„Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Der Radverkehr nimmt zu, die Zahl der Fahrraddiebstähle geht zurück“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer zu den Daten des BMI fest. Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im Vorjahr in Kärnten zum dritten Mal in Folge gesunken, macht der VCÖ aufmerksam. 1.111 Fahrräder wurden als gestohlen gemeldet, um 97 weniger als im Jahr 2017. Im Vergleich zum Jahr 2015 nahm die Zahl der Fahrraddiebstähle sogar um fast 500 ab. Insgesamt gibt es in Kärnten mehr als 400.000 Fahrräder.

   Meiste Diebstähle in Landeshauptstädten

Auch österreichweit nahm die Zahl der Fahrraddiebstähle im Vorjahr ab, nämlich von 24.795 auf 22.568.Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreichweit 64 Prozent der Fahrraddiebstähle in den Landeshauptstädten passierten. In Klagenfurt wurden im Vorjahr 636 Fahrräder gestohlen, das waren 57 Prozent der Kärntner Fahrraddiebstähle.   Den Rückgang bei den Fahrraddiebstählen führt der VCÖ unter anderem auf das gestiegene Bewusstsein, das abgestellte Fahrrad mit einem guten Schloss immer abzusperren sowie auf die zunehmend bessere Qualität von Fahrradabstellanlagen zurück.

   Fahrrad als Zubringer zum öffentlichen Verkehr

„Die Anzahl der Abstellplätze für Fahrräder ist rasch weiter zu erhöhen. Das Ziel der Bundesregierung, den Radverkehr bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln, ist nur mit mehr Rad-Infrastruktur und mit mehr Fahrrad-Parkplätzen erreichbar“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Neben der Öffentlichen Hand sieht der VCÖ auch Freizeiteinrichtungen, Supermärkte und Handelsketten gefordert, mehr Abstellplätze für Fahrräder anzubieten.   Das das Fahrrad auch ein idealer Zubringer zum Öffentlichen Verkehr ist, ist auch bei Bahnhöfen und Halterstellen des Öffentlichen Verkehrs die Zahl der Abstellplätze für Fahrräder zu erhöhen. „Auf der Fläche eines einzigen Pkw-Stellplatzes können die Fahrräder von acht bis zehn Fahrgästen geparkt werden“, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Gratzer.

   Risiko minimieren

Selber kann man dazu beitragen, das Risiko des Fahrraddiebstahls zu minimieren. Die VCÖ-Tipps gegen Fahrraddiebstahl: Das abgestellte Fahrrad immer absperren, auch wenn man nur kurz in ein Geschäft geht. Beim Absperren darauf achten, dass der Rahmen mit dem Schloss an einem Fahrradbügel befestigt wird. Wird nur das Vorderrad am Fahrradständer angehängt, besteht die Gefahr, dass das Rad abmontiert und der Rest des Fahrrads gestohlen wird. Schnellspanner bei Sattel und Vorderrad unbedingt durch Sicherheitsschrauben ersetzen, rät der VCÖ.

   Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen ist mit neun Prozent niedrig. Der VCÖ empfiehlt daher, unbedingt die Rahmennummer des Fahrrads zu notieren, so kann ein wieder gefundenes Fahrrad leichter an den rechtmäßigen Besitzer übergeben werden. Da 90 Prozent der gestohlenen Fahrräder verschwunden bleiben, ist bei hochwertigen oder neueren Fahrrädern eine Diebstahl-Versicherung zu empfehlen. Dabei sollte auch Teilediebstahl inkludiert sein (Informationen beim VCÖ unter (01) 8932697, www.vcoe.at).    

VCÖ: Im Vorjahr in Kärnten erneut  weniger Fahrraddiebstähle

  •     Jahr 2018: 1.111 Fahrraddiebstähle
 
  •     Jahr 2017: 1.208
  •     Jahr 2016: 1.437
  •     Jahr 2015: 1.608
 
  •     Jahr 2014: 1.520
  •     Jahr 2013: 1.381
  •     Jahr 2012: 1.582
 
  •     Jahr 2011: 1.513
  •     Jahr 2010: 1.658