Kein Handschlag nach Prügelei beim Fußball

Gundersheim/Lienz -
Der Gundersheimer Gottfried Neuwirth ist normalerweise am Spielfeld anzutreffen. Bei der gestrigen Verhandlung jedoch saß der Schiedsrichter im Zeugenstand am Bezirksgericht Lienz. Grund war, (wir berichteten) ein Vorkommen am 2. Juni 2018, bei dem der Schiedsrichter während eines Spieles gewaltsam zu Boden getreten wurde.

Unsportliches Verhalten fand gestern in Lienz sein Ende
Wie die Kleine Zeitung heute berichtete, fand die Causa „Prügel am Fußballfeld“ gestern am Bezirksgericht Lienz ihr Ende. Ein Vater-Sohn Gespann aus Nikolsdorf attackierten den Gailtaler Schiedsrichter sowie einen gegnerischen Spieler aus dem Mölltal. Nachdem sein Vater sich den Schiri „vorknöpfte“, schlug sein Nachwuchs einem Mölltaler eine Platzwunde, bei der ersten Verhandlung im Dezember 2018 hat dieser einen Ausgleich zugestimmt. Beide mussten sich dafür Verantworten. Bevor das Spiel eskalierte, gab Neuwirth den Sohn des Täters die rote Karte.

Handschlag abgelehnt

Der 60-jährige Schiedsrichter hatte nach dem Angriff Verletzungen im Brustbereich und musste mit der Rettung ins LKH Lienz gebracht werden. In der ersten Verhandlung, es solle hier zu Verständigungsschwierigkeiten gekommen sein, beharrte der Täter noch auf seine Unschuld, gestern jedoch sprach er eine Entschuldigung gegenüber dem Schiedsrichter aus und bestätigte den Tathergang. Der Gundersheimer verzichtet auf Schmerzensgeld, wollte aber den üblichen Handschlag, welcher laut der Richterin Sigrid Wrulich bei solchen Fällen meist zustande kommt, nicht annehmen. Der Vater des Spielers bleibt nun jeglich auf den Pauschalkosten von €150 sitzen.