Künftiger TVB Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee wählte Vorstand

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Hermagor -

Die Umsetzung der Kärntner Tourismusreform schreitet zügig voran: Mit 1. Jänner 2027 werden die bisher insgesamt 125 Tourismusorganisationen zu neun Tourismusverbänden und der Kärnten Werbung zusammengeführt. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg setzte am Dienstag, die erste konstituierende Vollversammlung des neuen Tourismusverbandes Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee in Hermagor.

Egon Oberluggauer, Klaus Rainer, Leopold Astner, Christian Lilg, Johann Steinwender, Elisabeth Guggenberger, Karoline Turnschek, Sebastian Schuschnig, Bernhard Knotz, Herbert Angerer und Robert Buchacher

Dabei wurden die künftigen Entscheidungsträger des neuen Verbandes gewählt. Elisabeth Guggenberger von den Madritschen Seilbahnen übernimmt den Vorsitz. Der neue Tourismusverband mit Sitz in der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See nimmt mit Jahresbeginn 2027 offiziell seine Arbeit auf.

Neue Strukturen

 „Mit den Vorstandswahlen nimmt die neue Struktur auch personell Gestalt an. Die Tourismusreform befindet sich voll in Umsetzung und mit den konstituierenden Vollversammlungen setzen wir nun den nächsten wichtigen Schritt“, betonte Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig.

Zentrale Organisationseinheiten für den heimischen Tourismus

Dass die Tourismusaufgaben direkt von den Unternehmern gesteuert werden, ist vor Ort ein Novum. Künftig werden alle Aufgaben unter einem gemeinsamen Dach gebündelt. „Die Unternehmer wissen am besten, in welche Richtung sich der Tourismus vor Ort entwickeln soll. Mit der neuen Reform geben wir ihnen auch die Möglichkeit dazu“, so Schuschnig. Die TVBs fungieren als zentrale Organisationseinheiten für den heimischen Tourismus und bündeln Gemeinden sowie Betriebe in einer gemeinsamen Struktur. Damit werden klare Zuständigkeiten und eine abgestimmte Organisation geschaffen.

Vorsitz Elisabeth Guggenberger

Nach der gestrigen Vollversammlung steht nun auch fest, wer künftig an der Spitze des Verbandes Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee stehen wird: Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Elisabeth Guggenberger (Madritschen Seilbahnen & Tourismus GmbH) den Vorsitz. Zur Stellvertretung wurde Johann Steinwender (Steinwender KG) gewählt. In den TVB-Vorstand wurden darüber hinaus weitere sieben Unternehmervertreter – und ihre Ersatzmitglieder – gewählt, zudem sind die Vertreter der drei nächtigungsstärksten Gemeinden Hermagor, Lesachtal und Weißensee im Vorstand. „Zum Jahreswechsel wird der TVB mit dem frisch gewählten Vorstand seine Arbeit aufnehmen. Dieses Vorstandsteam ist ein starkes Zeichen, dass die Unternehmer Verantwortung übernehmen wollen für die Zukunft des Tourismus vor Ort. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit“, betonte Schuschnig. Die enge Kooperation von Tourismus, Wirtschaft und Gemeinden sei weiterhin notwendig, um den Kärntner Tourismus voranzubringen.

Landesrat Sebastian Schuschnig mit Elisabeth Guggenberger

Tourismuskonzepte bereits in Ausarbeitung

So wird z.B. bereits jetzt intensiv an Tourismuskonzepten gearbeitet, auch wenn der TVB erst 2027 offiziell besteht. Diese sollen erstmals eine mehrjährige Infrastrukturplanung enthalten und für fünf Jahre im Voraus eine Perspektive für Investitionen in die touristische Infrastruktur des jeweiligen Verbandes geben. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage, um künftig Mittel aus dem neuen Infrastrukturfonds beim Land Kärnten abrufen zu können, der aus Mitteln der neuen Aufenthaltsabgabe gespeist wird. Darin stehen jährlich rund acht Millionen Euro für Tourismusprojekte zur Verfügung.

Drei Erlebnisräume

Der neue TVB Nassfeld/Pressegger See – Lesachtal – Weißensee gliedert sich dann auch in drei Erlebnisräumen: In den „Erlebnisraum Lesachtal“, den „Erlebnisraum Nassfeld/Hermagor-Pressegger See“ und in den „Erlebnisraum Weißensee“. Das gesamte Gebiet des zukünftigen TVBs weist im Jahresdurchschnitt der vergangenen drei Jahre 2.209.925 Übernachtungen auf. Schuschnig erklärt: „Diese Erlebnisräume sind kein Marketing-, sondern ein Managementinstrument. Sie werden nicht zum Gast wirken, sondern nach innen und sollen innerhalb der neuen Verbände eine touristische Bündelung des Managements ermöglichen und die lokalen Akteure einbinden.“

Starke Interessenvertretung

Der Tourismuslandesrat bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten und wünschte den Verantwortlichen eine konstruktive Zusammenarbeit: „Ein Verband lebt von seinen Mitgliedern, von ihrem Engagement, ihrer Erfahrung und ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Gerade in Zeiten, in denen sich Rahmenbedingungen und Gästeanforderungen laufend verändern, sind Zusammenhalt, Dialog und eine starke gemeinsame Interessenvertretung von besonderer Bedeutung.“