Maßnahmen im Kampf gegen Cyberkriminalität zeigen Wirkung

Österreich/ Kärnten -

Jahr für Jahr werden Tausende Menschen Opfer von betrügerischen Anrufen, Phishing-SMS, E-Mails oder ausgeklügelten Maschen wie dem „Falschen Polizisten“ oder dem „Tochter-Sohn-Trick“. Durch gezielte Maßnahmen von Innenministerium und Bundeskriminalamt konnte der Schaden im im Jahr 2025 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert werden.

Innenministerium und Bundeskriminalamt ziehen Bilanz: Internetbetrug auch 2025 auf sehr hohem Niveau, Polizei setzt weiterhin Fokus auf Bekämpfung von Cyber-Kriminalität.

Spezialisierte Einheiten und Prävention im Fokus

Um Tätergruppen effektiv zu stoppen, wurden in den vergangenen Jahren spezialisierte Ermittlungsgruppen eingerichtet. Die Polizei setzt dabei sowohl auf präventive Maßnahmen als auch auf verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern aus der Privatwirtschaft. Diese Kombination aus Aufklärung, Sensibilisierung und Strafverfolgung ermöglicht es, Betrugsfälle schneller zu erkennen und Tätergruppen gezielt aus dem Verkehr zu ziehen.

Erfolge bei „Falschen Polizisten“

Die Betrugsmasche der „Falschen Polizisten“ richtet sich vor allem an ältere Menschen, die Vertrauen in staatliche Institutionen haben. Täter geben sich als Polizist:innen, Staatsanwält:innen oder Bankangestellte aus, setzen ihre Opfer unter Druck und locken so hohe Geldbeträge oder Wertsachen heraus. Seit Einrichtung der dezentral organisierten Einsatzgruppe „Falsche Polizisten“ (EG FaPo) im September 2022 konnten die Schäden deutlich reduziert werden: Von rund 20 Millionen Euro im Jahr 2023 sank die Schadenssumme 2025 auf etwa neun Millionen Euro. Auch die Zahl der Anzeigen ging von 1.605 auf rund 740 Fälle zurück – ein Rückgang von über 60 Prozent.

Rückgang beim „Tochter-Sohn-Trick“

Auch beim „Tochter-Sohn-Trick“, bei dem Kriminelle sich als nahestehende Personen ausgeben und Geldforderungen stellen, zeigt die Bilanz positive Entwicklungen. Wurden 2023 noch rund 5.000 Fälle mit einem Schaden von 9,3 Millionen Euro registriert, sank die Zahl 2025 auf etwa 1.100 Fälle. Der bisher entstandene Schaden liegt bei 3,2 Millionen Euro und damit um 65 Prozent unter dem Niveau von 2023.

Prävention und Zusammenarbeit entscheidend

Die Polizei betont, dass Prävention und Strafverfolgung die zentralen Säulen im Kampf gegen Internetbetrug bleiben. Spezialisierte Ermittlungsgruppen koordinieren nationale und internationale Ermittlungen, während Aufklärungsmaßnahmen bei besonders gefährdeten Personengruppen Wirkung zeigen. Da Betrug über verschiedene digitale Kanäle erfolgt und die Infrastruktur oft in privater Verantwortung liegt, ist die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen entscheidend, um Warnungen und Präventionsbotschaften schnell und gezielt bei den Menschen zu platzieren.