Umfassendes Landesstraßennetz und ausgewogenes Bauprogramm 2026
Das Kärntner Landesstraßennetz umfasst an die 2.800 Kilometer Straßen, 1.970 Brücken sowie rund 3.130 Stützbauwerke. Insgesamt sind für dieses Jahr rund 220 Bau- und Planungsprojekte in 70 Gemeinden eingeplant. Knapp ein Drittel der diesjährigen Bauvorhaben hat ein Auftragsvolumen von über 100.000 Euro. Gruber: „Auch heuer haben wir wieder ein ausgewogenes Bauprogramm, in dem sich wichtige Projekte aus allen Kärntner Regionen wiederfinden.“ Das Spektrum der Maßnahmen ist breit gefächert und reicht von umfassenden Brückensanierungen über Neubauten bis hin zur Optimierung von Kreuzungen und Ausbesserungsarbeiten.
Großprojekte und Schwerpunkte im Jahr 2026
Zu den größten Bauvorhaben in diesem Jahr zählen unter anderen die Fortführung der Generalsanierung der B106 Mölltalstraße, die Umlegung der L59 Föderlacher Straße inklusive Errichtung einer Eisenbahnunterführung, die Sanierung der Möll-Brücke Stampfen an der B107 und der Mösslerbrücke an der B99 Katschberg Straße. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fortführung der Arbeiten am überregionalen Radweges R9 durch die Lieserschlucht, der zu einem österreichweit einzigartigen Leuchtturmprojekt werden soll. Zudem bereitet die Straßenbauabteilung des Landes gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden die Fortführung der Sanierungsoffensive des R1 Drauradweges vor. Auch im Jahr 2026 sollen hier weitere desolate Abschnitte erneuert werden.
Frühjahrsoffensive bringt frühen Baustart und Impulse für die Bauwirtschaft
Mit der „Frühjahrsoffensive“ steht auch heuer wieder ein möglichst früher Baustart im Fokus, um wichtige Projekte rasch und ohne Verzögerung in Umsetzung zu bringen, sobald es die Witterung erlaubt. Für die erste Jahreshälfte sind bereits an die 40 Baumaßnahmen mit einem Gesamtauftragsvolumen von rund 18 Millionen Euro ausgeschrieben oder befinden sich aktuell in der Ausschreibungsphase. Ein schneller Start nach der Winterpause schaffe aber auch wertvolle Impulse für die beschäftigungsintensive Bauwirtschaft, so Gruber. „Mit möglichst frühen Ausschreibungen sorgen wir für Planungssicherheit und eine stabile Auslastung bei unseren Unternehmen und Betrieben.“
Innovation, Recycling und Digitalisierung im Straßenbau
Zudem setzt das Straßenbaureferat des Landes wieder Schwerpunkte bei innovativen technischen Lösungen, wie etwa die gezielte Wiederverwertung von Altasphalt. Durch das Recycling von Bitumen und Schotter werden wertvolle Ressourcen geschont, was sowohl die Energiekosten als auch den Rohstoffverbrauch senkt. Parallel dazu optimiert eine neue digitale Datenplattform die gesamte Projektabwicklung, womit Bauvorhaben vollständig digital, vernetzt und maximal effizient abgewickelt werden können. „Von innovativen Lösungsansätzen bis hin zu Digitalisierungsmaßnahmen – wir nutzen konsequent alle Möglichkeiten, um den Straßenbau nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten“, so Gruber. Daher werde man auch heuer wieder kleinere Bau- und Sanierungsmaßnahmen dort, wo es ökonomisch sinnvoll und technisch möglich ist, durch die örtlichen Straßenmeistereien in Eigenregie umsetzen.









































