Vorweihnachtszeit wird zur Betrugswelle: Achtung, Phishing-SMS und Pakettricks nehmen stark zu!

Kärnten -

Die Vorweihnachtszeit lockt nicht nur Schnäppchenjäger, sondern auch Betrüger: Mit Beginn der intensiven Online-Shopping-Phase steigen die Betrugsversuche per SMS wieder stark an. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) meldet für Oktober knapp 700 eingegangene Beschwerden und rechnet dennoch in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Anstieg. Die Ursache liegt auf der Hand: Zahlreiche Paketbestellungen und der zunehmende Zeitdruck kurz vor den Feiertagen schaffen perfekte Voraussetzungen für kriminelle Machenschaften.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit nehmen Phishing-SMS und Paketbetrug stark zu – Verbraucher:innen sollten besonders vorsichtig sein.

Paketdienste, Banken und Behörden als Tarnung

Die aktuell kursierenden SMS geben sich häufig als seriöse Dienstleister oder staatliche Stellen aus. Oft enthalten sie Links zu gefälschten Zahlungsseiten, manipulierten Formularen oder schädlichen Downloads. Besonders im Fokus der Warnmeldungen standen zuletzt Nachrichten mit Kennungen wie „Austria-ID“ oder „FinanzOnline“. Ziel der Täter ist stets dasselbe: Zugangsdaten stehlen oder Schadsoftware auf Smartphones einschleusen.

Weihnachtsstress als Spielwiese für Betrüger

Die Wochen vor Weihnachten gelten als Hochsaison für digitale Betrügereien. Neben den Phishing-SMS tauchen vermehrt altbekannte Maschen auf, etwa der Tochter-/Sohn-Trick oder fingierte Nachrichten angeblicher Onlinehändler. Die Täter setzen dabei auf den Druck der Zeit, mit angeblich dringenden Zahlungsaufforderungen und scheinbar realen Kontakten. Eine Rückverfolgung der Nachrichten gestaltet sich äußerst schwierig, da die Absenderinformationen manipuliert werden und legitime Unternehmen wie Paketdienste oder Banken angezeigt werden. Häufig stecken hinter den Attacken internationale Netzwerke, die automatisiert tausende SMS verschicken.

Schutzmaßnahmen und Tipps im Überblick

Verbraucher sollten SMS mit unbekannten Links stets kritisch prüfen und keine sensiblen Daten weitergeben. Bei Unsicherheiten gilt: Direkt bei der offiziellen Webseite oder Hotline des angeblichen Absenders nachfragen. Vorsicht und Aufmerksamkeit sind derzeit die besten Mittel, um in der hektischen Vorweihnachtszeit nicht Opfer solcher Betrugsversuche zu werden.

Kann man Phishing-SMS erkennen? Drei Tipps

  1. Kurz innehalten: Ist diese SMS wirklich in Art, Schreibweise und Zeitpunkt nachvollziehbar? Beim kleinsten Zweifel über einen anderen Weg, beispielsweise die Kundenhotline, das Unternehmen kontaktieren.

  2. Nicht auf die Absenderkennung vertrauen. Scheint als Absender die Hausbank oder ein bekannter Postdienstleister auf, wird diese Anzeige mit großer Wahrscheinlichkeit gefälscht sein.

  3. Niemals auf Links in SMS klicken! Dahinter können sich gefälschte Websites befinden, Schadsoftware oder dubiose Apps verteilt werden.