Setzen uns für deutliche Erhöhung des Heizkostenzuschusses ein

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Gail-, Gitsch- und Lesachtal -

Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer im aktuellen Interview.

Gailtal Journal: Das Team Kärnten startete ein bundesweites Volksbegehren zum Thema „NEIN zum E-Auto-Zwang“.

Gerhard Köfer: „Das ist korrekt. Niemand hat sich bisher diesem heiklen Thema genähert. Dabei geht es nicht darum, E-Autos grundsätzlich abzulehnen, sondern wir wollen, dass die Bürger frei entscheiden können, wie sie in Zukunft unterwegs sein möchten. Entweder mit dem gewohnten Diesel- oder Benzinmotor oder eben mit einem Elektromobil. Schon beim Thema Corona-Impfung haben wir uns gegen jede Form von verordnetem Zwang ausgesprochen und eine Pflicht zum Impfen als erste Partei entschieden abgelehnt. Bei diesem Volksbegehren verfolgen wir eine ähnliche Richtung. Unterstützt wird dieses Volksbegehren vom ehemaligen Präsidenten des ARBÖ, Dr. Christian Puswald sowie vom einstigen Vorstand des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds und der Kärntner Landesholding, Mag. Hans Schönegger.“


Die EU will in den nächsten Jahren allen Bürgern E-Autos aufzwingen.

„Es geht genau um diesen Zwang, den wir nicht akzeptieren. Was kommt denn als Nächstes? Nochmals, wir lehnen keine E-Fahrzeuge ab, aber wir weisen darauf hin, dass diese von der EU geförderten und geforderten E-Fahrzeuge alles andere als klimafreundlich sind. Die Produktion der Batterien ist mit dramatischen Umweltsünden und verwerflicher Kinderarbeit verbunden. Zudem ist völlig unklar, woher künftig der enorme Strombedarf kommen soll. Schon heute ist Österreich nicht in der Lage, den aktuellen Strombedarf aus eigener Produktion zu decken. Wir wollen, dass Österreich und Europa technologieoffen bleiben und sich nicht nur auf eine Antriebsart festlegen. Egal ob Wasserstoff, Biodiesel oder synthetisch hergestellter Kraftstoff. All diese Möglichkeiten müssen forciert und weiterentwickelt werden.“

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Tut die Landesregierung genug, um die stark steigenden Heizkosten abzufedern?

„Leider nein. Das Team Kärnten wird sich im Landtag weiterhin massiv dafür einsetzen, dass es zu einer deutlichen Erhöhung des Heizkostenzuschusses kommt. Die immer wieder ins Treffen geführten 50 Euro als Bonuszahlung sind nichts Neues und schon gar nicht geeignet, die dramatischen Kostenerhöhungen abzufedern. Für mich ist klar, dass für viele Menschen dieser Bonus keinesfalls ausreichen wird. Weit über 100.000 Menschen alleine in Kärnten, die bereits von Armut und Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, stellen einen klaren politischen Handlungsauftrag dar.“


Auch dem dramatischen Anstieg beim Strompreis scheint die SPÖ-dominierte Landesregierung tatenlos gegenüberzustehen.

„Wenn es irgendwelche finanzielle Unterstützungen für die stark betroffene Bevölkerung gibt, erfolgt dies in kleinsten homöopathischen Dosen. Mutiges, überlegtes und nachhaltiges Handeln schaut anders aus. Bestes Beispiel ist eben der Strompreis, wo Kaiser, Schaunig und Co die KELAG schalten und walten lassen. Es gibt kein engagiertes Eingreifen, nicht einmal die zarte Forderung, die Strompreispolitik in Kärnten zu überdenken. Dabei war gerade billigerer Strom das Dauerwahlversprechen der SPÖ in den vergangenen Jahren. Die enorm steigenden Kosten im Energiebereich sind für die größten Teile der Bevölkerung nicht mehr zu bewältigen, das ist die bittere Wahrheit.“

Die SPÖ Kärnten wirkt aktuell hypernervös?

„Dieser Eindruck täuscht keineswegs. Anders ist es auch nicht zu erklären, warum die SPÖ derzeit sehr niveaulos gegenüber Journalisten und Medien austeilt. Diese Zeiten sollten in Kärnten eigentlich längst der Vergangenheit angehören. Das ist ein Stil, der hierzulande abgewählt wurde. Es ist auch unfassbar, wie sich manche SPÖ-Granden über offizielle Kanäle gegenüber anderen Mitbewerbern äußern. Ich werte das als Indiz für blankliegende Nerven.“