1.435 Verkehrstote in Kärnten

Gailtal/Kärnten - Laut VC Ögab es allein in Kärnten in den vergangenen 25 Jahren mehr als 1.435 Verkehrstote. Heuer gab es bereits 27 Todesopfer. Eine verstärkte Maßnahmen gegen Schnellfahren, Ablenkung und Unachtsamkeit sei nötig

1.435 Menschen verloren in den vergangenen 25 Jahren bei Verkehrsunfällen in Kärnten ihr Leben, macht der VC Öaufmerksam. Heuer waren seit Jahresanfang bereits 27 Verkehrstote zu beklagen. Der VC Öspricht sich für verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen Schnellfahren, Ablenkung und Unachtsamkeit aus. Aber auch durch ein dichteres Öffentliches Verkehrsnetz mit häufigeren Verbindungen ist die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Ein Verkehrsunfall kommt plötzlich…

Dieser Tage wird der Verstorbenen gedacht. „Verkehrsunfälle reißen Menschen plötzlich aus dem Leben. Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da“, macht VC Ö-Sprecher Christian Gratzer auf den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern aufmerksam. Seit Jahresbeginn kamen in Kärnten 27 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, berichtet der VC Ö.

351 Opfer

Österreichweit waren bereits 351 Todesopfer zu beklagen. Zum Vergleich: In der mit Österreich gut vergleichbaren Schweiz waren im gesamten Vorjahr mit 230 Verkehrstoten um 121 Todesopfer weniger zu beklagen als in den ersten zehn Monaten in Österreich, verdeutlicht der VC Ö. In der Schweiz sind unter anderem die Tempolimits niedriger als in Österreich: Tempo 80 auf Freilandstraßen, Tempo 120 auf Autobahnen. Und beim Überschreiten von Tempolimits gibt es de facto Null-Toleranz.

Österreich nicht verkehrssicher

„Bei der Verkehrssicherheit ist Österreich leider nicht im europäischen Spitzenfeld. Wenn ein Land in diesem Bereich nicht das sicherste ist, dann bezahlen viele Menschen einen vielen zu hohen Preis: Mit ihrer Gesundheit oder gar mit ihrem Leben“, betont VC Ö-Sprecher Gratzer. Der VC Öspricht sich für verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit aus. Handy am Steuer soll ins Vormerkdelikt aufgenommen werden, so wie nun auch das Fahren in der Rettungsgasse ins Vormerksystem aufgenommen wird.

Präventiv handeln

Auch sind präventive Maßnahmen sehr wichtig. Nachtbusse und Anrufsammeltaxis in den Regionen erhöhen ebenso die Verkehrssicherheit wie mehr Bahn- und Busverbindungen. Denn Bahn und Bus sind um ein Vielfaches sicherer als Pkw und noch viel mehr als Motorrad und Moped, informiert der VC Ö. Um die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, spricht sich der VC Öfür mehr Verkehrsberuhigung und Tempo 30 im Ortsgebiet aus. Tempo 50 soll nur dort, wo es aus Sicht der Verkehrssicherheit zulässig ist, erlaubt sein. In der Verkehrssicherheitsarbeit ist verstärkt der Fokus auf unfallvermeidende Maßnahmen zu legen.  

Kärnten hat hohe Blutzoll

Ein Blick zurück zeigt, wie hoch der Blutzoll des Straßenverkehrs ist. In den vergangenen 25 Jahren wurden in Kärnten 1.435 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet. Die meisten Todesopfer waren in den vergangenen 25 Jahren im Jahr 1994 zu beklagen, als 102 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Im Jahr 2005 waren erstmals weniger als 50 Verkehrstote zu beklagen, informiert der VC Ö. Im Vorjahr war die Zahl der tödlich Verunglückten mit 30 am niedrigsten.