16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Kärnten setzt sichtbare Zeichen für ein Leben in Sicherheit und Würde

Kärnten -

Gewalt kann viele Formen annehmen – körperlich, psychisch, sexualisiert oder digital – und findet sowohl in Beziehungen, Familien, am Arbeitsplatz als auch im öffentlichen Raum statt. Jede Art von Gewalt verletzt die Würde und Freiheit eines Menschen. Aus diesem Grund setzt das Referat für Frauen und Gleichstellung des Landes Kärnten im Rahmen der internationalen Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ sichtbare Zeichen für Schutz und Unterstützung.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage Gabriel: Land Kärnten setzt starke Impulse für Gewaltschutz.

„Keine Frau muss Gewalt ertragen“

LHStv.in Gaby Schaunig betont die Dringlichkeit des Themas: „Gewalt gegen Frauen passiert mitten unter uns – in Partnerschaften, Familien, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz. Viele Frauen erleben diese Gewalt lange Zeit allein, aus Angst oder Scham. Keine Frau muss das aushalten. Jede Form von Gewalt verletzt Würde, Selbstbestimmung und Vertrauen. Deshalb setzen wir in Kärnten alles daran, Betroffene nicht nur mit gut ausgebauten Unterstützungsstrukturen zu erreichen, sondern ihnen zu zeigen: Du wirst gesehen, du wirst ernst genommen, und du kannst jederzeit Hilfe erhalten – anonym und unkompliziert.“

16 Tage gegen Gewalt: Sichtbarkeit und Solidarität

Vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, wird weltweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Statistiken zeigen, dass in Österreich jede dritte Frau körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Gewalt gegen Frauen ist also kein Randphänomen, sondern eine gesellschaftliche Realität. Um auf das Ausmaß von Gewalt hinzuweisen und über Hilfsangebote zu informieren, werden in Kärnten Plakate und Folder an Gemeinden verschickt und lokale Beteiligung angeregt. Ein besonders sichtbares Zeichen ist die Teilnahme an der UN Women-Kampagne „Orange the World“: Vom 25. November bis 10. Dezember erstrahlen das Amt der Landesregierung und das Landhaus in Orange – als Symbol für eine Zukunft ohne Gewalt.

Sichtbar und interaktiv

Die diesjährigen Aktionen starten mit der Kinokampagne „Hinschauen. Handeln. Helfen.“, die die Kärntner Beratungshotline für Frauen und Mädchen (0660 / 244 24 01) vor jedem Film in allen Kinos sichtbar und hörbar macht. Am 27. November folgt die Manifestaufführung „Menschsein ohne Gewalt“ beim Kiki Kogelnik-Brunnen im Landhauspark. Ergänzend gibt es kostenlose Themenfilmabende im Volkskino am 4., 5. und 6. Dezember, bei denen Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen beleuchtet wird.

Am 4. Dezember stellen Gewaltpräventionsstellen vor Beginn der Vorstellung ihre Arbeit vor. Am 10. Dezember wird die Kampagne K.O.-Tropfen-Awareness fortgeführt, unter dem Motto „Hinschauen. Handeln. Helfen.“. Auch die SPAR-Kassabon-Aktion macht die Hotline auf niederschwellige Weise sichtbar: 16 Tage lang wird die Telefonnummer auf allen Kassabons in Kärnten abgedruckt.

Hilfe und Anlaufstellen bei Gewalt

  • Kärntner Beratungshotline für Frauen und Mädchen: 0660 / 244 24 01

  • Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 / 222 555

  • Gewaltschutzzentrum Kärnten: 0463 / 590 290

  • Weitere Anlaufstellen und Folder: frauen.ktn.gv.at/service/gewaltschut

LHStv.in Schaunig: Jede Frau hat ein Recht auf ein Leben in Sicherheit und Würde. (c) Land Kärnten