5. Bachmann Junior Literaturpreis 2018 vergeben

Hermagor - Ingeborg Bachmann hätte sich über diesen tollen Autorennachwuchs sehr gefreut, der sich im Rahmen des 5. Bachmann Junior-Literaturpreises 2018 im vollen Stadtsaal in Hermagor dem Publikum präsentierte. Dieser ging heuer übrigens ins Lavanttal.

Auch Irmgard Janschitz als Begründerin dieses Bewerbes stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Ich freue mich riesig, dass diese Veranstaltung so angenommen wird.“ Schließlich beteiligten sich über 100 junge Literatinnen und Literaten im Alter zwischen neun und achtzehn Jahren an diesem Wettbewerb der in Sprache gekleideten Gefühle. Das vorgegebene Thema waren diesmal die „Tagträume“. Das Echo war gewaltig. Aus Österreich, Deutschland und der Schweiz meldete sich der Autorennachwuchs mit ganz persönlichen Geschichten.

17 Jugendliche

Sie wurden von einer Jury bewertet, die besten 17 (16 Mädchen und ein junger Mann) durften sich dann Freitagabend im Stadtsaal präsentieren und ihre Werke dem interessierten Publikum zu Gehör bringen. Hochprofessionell waren auch die musikalischen Einlagen. Kein Geringerer als Hypersax“-Ausnahmejazzer Hubert Waldner, seinerzeit Absolvent des BORG Hermagor, entführte Akteure und Publikum in seine musikalische Welt.
Hubert Waldner

Sieg ging nach Wolfsberg

  Am Ende wartete alles gespannt auf die Wertung. Sie entschied die 14-jährige Wolfsbergerin Alexandra Kreuzer aus dem Stiftsgymnasium St. Paul/Lavanttal eindeutig für sich. In ihrem Beitrag „one perfect moment“ erzählte sie von den Träumen eines beinamputierten Mädchens.
„one perfect moment“ – Alexandra Kreuzer gewann mit diesem Werk
Auf den Plätzen folgten die 18jährige Steirerin Helene Autischer („Ein ganzes Leben“) und die gleichaltrige Gailtalerin Lena Wittmann („Wie manches leichter wird“). Die weiteren Siegerinnen: Eva Lommel (12) aus Wernberg („Himmlische Tagträume“) siegte bei den jüngsten Autoren, der Lesepreis ging an die großartig vortragende Schweizerin Helene Bidaut (13), die einiges „von Pferden, Fröschen und Pavianen“ spannend zu erzählen wusste. Die Geschichten dieser 17 vorausgewählten Autorinnen und Autoren sind in einer Anthologie zusammengefasst. Die Ausgabe war noch am Abend vergriffen.  

Große Unterstützung

  Dieser Literaturpreis wird bekanntlich von der Stadtgemeinde Hermagor, dem Land Kärnten wie dem Team Lebenswerke Hermagor ( ÖZIV- Kärnten), das mit den Spenden Sportgeräte für Beeinträchtigte anschafft, vergeben. Den Lesepreis stiftet Gemeinderat Karl Tillian. Zahlreiche regionale Firmen und Sponsoren unterstützen mittlerweile diesen Literaturbewerb, der 2019 seine 6. Auflage erfahren wird.   Die Präsentation im Stadtsaal Hermagor, moderiert von Werner Wölbitsch, wurde großartig umgesetzt, damit empfahl sich Hermagor als künftige Literaturstadt Oberkärntens. Unter den vielen Gratulanten: LAbg Luca Burgstaller, die Bürgermeister Siegfried Ronacher und Amtskollege Johannes Lenzhofer,   die Kulturreferenten Leopold Astner und Christian Potocnik, Polizeichef Peter Allmaier  uva