Abschlussveranstaltung: Tischlbongerisch im GailtalMuseum

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Hermagor, Schloss Möderndorf -

Die Sprachinsel Timau/Tischlbong war am Samstag, dem 3. Oktober 2026, zu Gast im Schloss Möderndorf.

Gelungener Saisonabschluß im GailtalMuseum, Schloss Möderndorf: Bürgermeister DI Leopold Astner mit der Vortragenden Mag. Jutta Willmann, den drei Damen des „Coro Culturale Timau“, Kustos Mag. Siegi Kogler und Stadtrat Mag. Karl Tillian

Bei der 14. und letzten Veranstaltung des Kultursommers 2026 im GaiiltalMuseum konnte Bezirkshauptmann Mag.Dr. Heinz Pansi als Obmann des Fördervereines GailtalMuseum die Sprachinsel-Expertign Mag. Jutta Willmann am Samstagabend, 3. Oktober 2026, als Referentin über Mehrsprachigkeit und Namen am Beispiel Tischlbong/Timau begrüßen.

Diese deutsche Sprachinsel, südlich des Plöckenpasses gelegen, weist einige namenkundliche Besonderheiten auf.

Sprachinsel-Expertign Mag. Jutta Willmann

Inhalt

Einleitend wies die Vortragende auf die zunehmend schwierigere wirtschaftliche Situation der Region hin, bedingt durch die geografische Lage, wenig attraktive Arbeitsplätze, weite Strecken für Schule und Bildung sowie durch die daraus entstehende Abwanderung. Aktuell hat Timau weniger als 300 Einwohner. Daher wird auch der Sprach-Erhalt schwieriger.

Erste Besiedelungen sind um das Jahr 1000 dokumentiert, später ab dem 13. Jahrhundert auch durch Bergleute und Migranten aus Kärnten, speziell aus dem Gailtal und der Weissensee-Region.

Sprache: Heute sind die Einwohner größtenteils mehrsprachig und sprechen neben dem lokalen deutschen Dialekt „Tischlbongerisch“ auch Friulanisch und Italienisch.

Kultur & Geschichte: Timau bewahrt sich trotz seiner Lage inmitten romanischsprachiger Gebiete eine einzigartige alpin-kärntnerische Identität.

Häufige Familiennamen sind z.B. Mentil, Primus, Musner, Plozner usw. Bis etwa 1945 waren auch die Vornamen deutsch geprägt wie z.B. Maria Fides, Rita Teresa, die aber nach Kriegsende mehr und mehr von italienischen Namen wie Anna Rosa, Gianluca, Giovanni oder Carlo etc abgelöst wurden.

Musikalisch begleitet durch Gesang und Akkordeon wurde das Programm durch eine dreiköpfige Abordnung des Circolo Culturale Timau:

Kulinarik

Zum Ausklang des Kultursommers im Gailtalmuseum fanden die Besucherinnen und Besucher noch ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich bei köstlicher Kürbissuppe, Würstel und Süßem in einzigartiger Schlossatmosphäre auszutauschen.

Gäste

Im Publikum gesehen wurden auch Bürgermeister DI Leopold Astner, Stadtrat Mag. Karl Tillian, Dr. Hermann Verderber, Obm.-Stv. Mag. Christian Essl, Univ.-Prof. Dr. Peter Jordan, Dr. Hans Madritsch, Dipl.-Ing. Christiane Halder u. v. a.

Gemeinsam wurde ein besonderer Abend in stimmungsvoller Atmosphäre genossen

Bilder: