Ida F., Mitte 50 und alleinstehend, lebt in einem kleinen Mietshaus mit Garten. Kinder hat sie keine, dafür aber eine tiefe Liebe zu Tieren. Trotz finanzieller Engpässe betont sie: „Ich bin keine große Verbraucherin, rauche nicht, trinke nicht, habe meinen Garten mit Gemüse, ein Dach überm Kopf und genug zu essen.“ Doch Hilfe war nötig, um die größten Notsituationen zu überbrücken.
Ein Leben voller Herausforderungen
Schon vor ihrem Unfall war das Leben der Tierfreundin alles andere als leicht. Eine schwere Rheumaerkrankung führte zu einer 70-prozentigen Behinderung und zwang sie, nach 22 Jahren Berufstätigkeit in die Berufsunfähigkeitspension zu gehen. Gleichzeitig musste sie wegen Konflikten mit einem Nachbarn umziehen, was zu hohen Gerichtskosten und mehreren tausend Euro Schulden führte. Dennoch fand sie Halt in ihrem Garten und ihrer Tierpflege. Hühner, ein Hahn und der geliebte Hund schenken ihr Trost und Lebensfreude, trotz aller Widrigkeiten.
Unfall und körperliche Belastung
Im Jahr 2023 erlitt Ida F. einen schweren Verkehrsunfall, bei dem ihr Auto von einem anderen Fahrzeug vollständig gerammt wurde. Die Folgen waren schwerste körperliche Verletzungen und anhaltende seelische Belastungen. Dank intensiver medizinischer Betreuung überlebte sie, obwohl die Ärztinnen und Ärzte erklärten, dass 98 Prozent der Betroffenen bei einem solchen Aufprall schwer verletzt oder querschnittgelähmt würden.
Trotz Schmerzen und unzähligen notwendigen Therapien, die sie nicht selbst finanzieren konnte, kämpft sie täglich darum, ihr Leben fortzusetzen. Ausbleibende Zahlungen der unfallverursachenden Person und zusätzliche Kosten – etwa eine Pelletsrechnung von 1.200 Euro – hätten die Situation beinahe untragbar gemacht. Erst die Unterstützung der Caritas konnte die größte Not lindern. Ida F. ist dankbar: „Ich war schon sehr verzweifelt, als mir in der Sozialberatung geholfen wurde.“
Armut in Kärnten ist weiblich
Rund 60 Prozent aller Hilfsansuchen, die im Jänner bei der Caritas-Sozialberatung eingegangen sind, stammen von Frauen. Mario Slamanig, Teamleiter der Sozialberatung, erklärt: „Armut in Kärnten ist und bleibt weiblich. Über 2.000 Frauen mussten im Vorjahr um Hilfe ansuchen – und die Lage hat sich weiter verschärft. Jede Zahl steht für eine Frau, die versucht, ihr Leben trotz hoher Wohn-, Energie- und Lebenshaltungskosten zu bewältigen.“
Dank Spenden konnten allein im Jahr 2025 Frauen und teils auch deren Familien in akuten Notlagen mit knapp 220.000 Euro unterstützt werden. Die Hilfe wird gezielt dort eingesetzt, wo sie am dringendsten gebraucht wird: beim Wohnen, bei Energieversorgung und im täglichen Lebensunterhalt. Slamanig betont: „Frauen tragen die Lasten der Armut häufiger. Gemeinsam können wir sie leichter machen.“
Helfen Sie Frauen in Not
Die Caritas Kärnten bittet dringend um Unterstützung, damit Frauen wie Ida F. weiterhin geholfen werden kann. Spenden sind möglich auf:
Kärntner Sparkasse
IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587
Spendenzweck: Inlandshilfe
Oder online unter: www.caritas-kaernten.at/inlandshilfe
*Name aus Datenschutzgründen geändert








































