Anita Obersteiner (30) stammt vom Wieserberg bei Dellach im Oberen Gailtal und lebt heute in Salzburg. Nach dem Logopädiestudium in Wien absolvierte sie eine dreijährige Chorleiterausbildung am Musikum Salzburg und studiert seit 2022 berufsbegleitend Musikerziehung am Mozarteum mit Schwerpunkt Jazz/Pop-Gesang. Ihre Eltern sind Edith Obersteiner, Chorleiterin des Gemischten Chors Grafendorf, und Erwin Obersteiner jun., Geschäftsführer der Gailtaler Autoklinik in Kirchbach. Ihre Geschwister Martin und Michaela leben in Graz. Besonders erwähnenswert: Ihr Freund Lorenz ist im Dezember nach Salzburg gezogen, beide teilen die Leidenschaft für Musik und engagieren sich gemeinsam im Jugendchor Österreich. Neben ihrer Tätigkeit als Logopädin hat Anita Obersteiner einen Lehrauftrag für Stimmtraining an der PH Salzburg und leitet den Kärntner Chor in Salzburg, wodurch sie ihre Heimat musikalisch lebendig hält.

Gailtal Journal: Was bedeutet dir deine Arbeit als Logopädin und wie passt die Musik dazu?
Anita Obersteiner: Ich habe meinen Traumberuf gefunden und freue mich, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten. Die Musik ist für mich Ausgleich und Inspiration – besonders in der Stimmtherapie kann ich mein musikalisches Wissen einbringen. Auch als Sängerin und Chorleiterin bin ich beruflich und privat musikalisch aktiv.
Welche Erinnerungen aus deiner Kindheit am Wieserberg sind dir besonders wichtig?
Meine Kindheit war geprägt von Musik, Natur und Familie. Das gemeinsame Singen mit meiner Mutter und das Aufwachsen auf dem Bauernhof haben mich stark beeinflusst. Viele schöne Momente mit meinen Geschwistern draußen in der Natur sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Gab es einen Moment als Sängerin oder Chorleiterin, der dir unvergesslich bleibt?
Es gibt viele besondere Erlebnisse – etwa Konzerte im Ausland, Flashmobs oder Chorwettbewerbe. Besonders beeindruckend ist für mich die Gemeinschaft, die durch Musik entsteht und Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie viel Freude und Energie gemeinsames Musizieren schenken kann.
Wie hältst du in Salzburg ein Stück Kärnten lebendig?
Ich spreche weiterhin Kärntner Dialekt und leite den Kärntner Chor in Salzburg. Heimatverbundenheit zeigt sich für mich im Dialekt und in der Musik – beides bringe ich auch in meinen Beruf als Logopädin ein. So bleibt meine Herkunft spürbar – und sie bereichert auch mein Leben hier in Salzburg.

Hast du ein Motto oder eine Lebensweisheit, die dich begleitet?
Ich glaube daran, dass alles im Leben seinen Sinn hat und man aus jeder Situation etwas lernen kann. Auch schwierige Zeiten haben mich weitergebracht und zu wichtigen Entscheidungen geführt.









































