Erster österreichischer Infopoint der Alpenkonvention

Dobratsch -   Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding), wurde der Naturpark Dobratsch am Vorabend der XV. Alpenkonferenz (3 April 2019) zum 7. Infopoint der Alpenkonvention und der erste auf österreichischen Boden. Aktiv unterstützt wird die Initiative durch das Land Kärnten, die Naturpark Gemeinden Nötsch im Gailtal, Arnoldstein, Bad Bleiberg und die Stadt Villach, wo sich das Büro des Naturpark Dobratsch befindet (AT).

  Schon im Jahr 1997 wurde Villach als erste Stadt zur „Alpenstadt des Jahres“ gekürt. „Villach steht also seit 20 Jahren Symbol für Nachhaltigkeit. Die Ziele und die vier Säulen des Naturparks Dobratsch (1. Natur erlebbar machen, 2. Erholung, 3. Regionalentwicklung und 4. Schutz) entsprechen den Zielen der Alpenkonvention und ihrer Protokolle und Deklarationen. Als Ansprechpartner der allgemeinen Öffentlichkeit vor Ort, wird der Infopoint in Villach zu einer bestmöglichen Umsetzung der Alpenkonvention auf lokaler Ebene beitragen“, so freut sich der Generalsekretär der Alpenkonvention, Botschafter Markus Reiterer über die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Dobratsch und der Stadt Villach. „Heute mehr denn je, kann die Alpenkonvention nur zusammen mit den BewohnerInnen des Alpenraums, den Vertragsparteien, den Regionen, den alpinen Netzwerken und den Gemeinden mit Leben erfüllt werden. Dabei sind auch gut funktionierende Partnerschaften mit unseren Infopoints ein zentraler Bestandteil“, stellte Reiterer fest.

Vorreiter

„Der Naturpark Dobratsch ist in vielen Bereichen Vorreiter. Mit dem ersten österreichischen Info-Point ist er nun auch Botschafter der Alpenkonvention“, freut sich Landesrätin Sara Schaar über  die künftige Zusammenarbeit der Naturpark-Gemeinden, der Stadt Villach sowie der Naturparkverwaltung mit der Alpenkonvention. „Ich bin überzeugt davon, dass dieser gemeinsame, nachhaltige Weg für unsere Umwelt und unser Klima Früchte tragen wird“, so die  Naturparkreferentin. Ein besonderer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt in der Bewusstseinsbildung der Bevölkerung für die Bedeutung des Alpenraumes und dessen nachhaltige Entwicklung. „Mit seiner Top-Lage im Kärntner Zentralraum bietet der Naturpark Dobratsch natürlich die besten Voraussetzungen dafür.  Sein Erfolgsgeheimnis ist das gelungene Zusammenspiel von Natur- und Bewirtschaftungsschutz und der Einbeziehung aller Nutzungsgruppen.“  

Erster Naturpark des Landes

Villach war die erste Alpenstadt des Jahres, der Dobratsch der erste Naturpark des Landes. Wir sehen uns auch als Pionierstadt in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Regionalität und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ist uns wichtiger denn je. Wenn der erste Infopoint der Alpenkonvention in Österreich jetzt hier geschaffen wurde, spiegelt dies unser klares Bekenntnis und unsere Haltung zum Schutz der Alpen und des Lebens in der alpinen Region wieder. Es ist dies auch eine erfreuliche Würdigung des ständigen Ausschusses der Alpenkonvention, des Vorsitzenden Ministerialrat Mag. Dr. Ewald Galle, Vize-Generalsekretärin Marianna Elmi aus Italien und Mag. Armin Schabus, dem Ländervertreter, für unsere langjährigen Bemühungen,“ so Villachs Vizebürgermeisterin und Naturpark Vorsitzende Dr.in Petra Oberrauner.   „Die gute Zusammenarbeit der umliegenden Gemeinden und des Landes Kärnten ist eine sehr gute Basis für den 1. Alpenkonventions-Infopoint Österreichs. Ich bin davon überzeugt, dass mit dieser Einrichtung viele positive Impulse für den Erhalt unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft ausgehen werden“, so Vizebürgermeister Michael Rohr im Rahmen der Unterzeichnung.  

Alpenkonventions-Infopoint Naturpark Dobratsch – erste Umsetzungen im Herbst dieses Jahres geplant

Der Naturpark Dobratsch wird die Protokolle und die jährlichen Alpenzustandsberichte im Naturpark Büro der Bevölkerung zugänglich machen und die wichtigen Vereinbarungen zum Schutz der Alpen und unseres Klimas auf lokaler Ebene umsetzten. Bereits im heurigen Herbst soll mit der Umsetzung des Alpenkonventions-Infopoints begonnen werden. Neben Schulungen für die Naturpark Ranger, die damit wichtigen Informationen an Einheimische, Gäste und die Naturpark Schulen weitergeben sind auch Vorträge und Lesungen im Sinne der Alpenkonvention geplant. Zusätzlich ist auch eine enge Kooperation mit der Alpenstadt und den umliegenden Infopoints in den Nachbarländern angedacht.