St. Stefan/Uganda -
“Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar” (Dr. Ingeborg Bachmann). Weltweit leiden 815 Millionen Menschen an chronischer Hunger- und Mangelernährung. Diverse Spendenorganisationen rufen jährlich zur raschen Akuthilfe bei Not und Dürre auf; jeder von uns kann helfen!
Die gebürtige Michelhofnerin Alexandra Blattnig lebt ihre Berufung im Beruf und betreut Projekte im ostafrikanischen Raum.
Einmal am Tag gibt es Essen; von ausreichender und ausgewogener Ernährung sind die betroffenen Kinder noch weit entfernt
Eindrücke, die sie ihr Leben lang nicht vergessen konnte, hat die junge Gailtalerin bei ihrer fünfwöchigen Reise durch Südafrika während des Studiums gesammelt. Damals schon legte die knapp 20jährige Politikwissenschaftsstudentin ihren Schwerpunkt auf die Entwicklungspolitik. Bis heute – sie ist seit 2007 für die Caritas tätig, mittlerweile als Bereichsleiterin der Auslandshilfe – begleitet sie Menschen, deren Schicksal durch ungerechte Strukturen, klimatische Bedingungen und undemokratische Verhältnisse besiegelt ist.
Alexandra Blattnig reist jährlich nach Uganda, um die laufenden Projekte zu besuchen und mit den Partnern weiterzuentwickeln
“Schon als Kind haben mich fremden Menschen und andere Kulturen fasziniert. Durch die Projekte, die wir seitens der Caritas Kärnten im ostafrikanischen Raum durchführen können, möchten wir kleine Hilfsschritte setzen. In den ländlichen periphären Gebieten gibt es weder fließend Wasser noch Strom. Kinder stellen sich in Warteschlangen vor den Schulen an, um ein Mal täglich eine Mehl-Wasser-Brei-Mischung oder Bohneneintopf zu bekommen. Die Anerkennung der Frauen und Mehrfachbelastung derer (sowie die nicht vorhandene Aufklärung), sind nach wie vor Themen, die noch weitere Unterstützung bedürfen. In vielen Gebieten sind 90% der Menschen sind arbeitslos, Ackerbau und Viehzucht sind Hoffnungsträger. Wir unterstützen junge Menschen, dass sie die Schule besuchen können, setzen Trainings für Frauen, die als Friseurin arbeiten möchten und stellen Werkstätten für Tischler und Mechaniker zur Verfügung.”
Ihre Hütten bestehen aus Lehm und Stroh. vor wilden Tieren schützen sie sich mit selbstgebauten BarrierenIn Ausbildungsstätten erlernen Jugendliche das Schneidern, um sich eine Einnahmequelle zu sichern
Wie gut es uns geht
“Zu Hause angekommen relativiert sich unser “Luxus” allemal. Es ist uns nicht bewusst, wie gut es uns geht. Täglich auswählen zu können, welche Speisen wir zu uns nehmen, welche Fortbewegungmittel wir fahren und in welchen Häusern wir wohnen. Ich versuche auch in meiner Familie überflüssigen Konsum und Müll zu reduzieren.”
Soforthilfe
Die Hungerkampagne der Caritas läuft seit Anfang Juli. Jeder kann helfen, auch mit geringen Beträgen. Erschreckende Elends- und Slumbilder mögen uns zu denken geben. Das Schicksal anderer Menschen darf uns in der restlichen Welt nicht egal sein. Machen Sie mit! Jeder Euro zählt! (Caritas Kärnten, BAWAG PSK, AT98 6000 0000 0130 8275, Kennwort Hungerhilfe)
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