Heugen am Laggerfeld

Dellach/Gail - Vor 10 Jahren hat die Familie Lagger-Bachmann das ,,Heugen am Laggerfeld“ ins Leben gerufen und somit eine langjährige Tradition erweckt.

Das Mähen im steilen Gelände ist nur mit Sensen und Motormähern möglich und man muss zum gutem alten Rechen und Gabel greifen. Diese anstrengende Arbeit hat Martin Lagger aus Dellach, der das Feld von seinem Vater vererbt bekommen hat, auf eine Idee gebracht. Er lädt Freunde und Bekannte zum „Heugen am Laggerfeld“ ein.
Gemeinsam kann jede Herausforderung gemeistert werden
Einige Jahre hat Martin mit seiner Frau Christa, den Kindern Hannah, Sophie und Maria und einigen Freunden eine Fläche von ca. 2 ha alleine gemäht und gerecht. „Es dauerte oft mehrere Tage, bis diese fertig war. Mit so vielen Helfern schaffen wir es in einigen Stunden,“ erzählt Martin Lagger.
Martin und Christa Lagger-Bachmann mit den Töchtern Maria, Sophie und Hannah

Kunstwerk aus Ahorn

Im letzten Jahr hat Diakon Anton Lanner aus St. Daniel aus einem Ahornstamm der Familie Lagger-Bachmann eine wunderschöne „Maria mit Kind“ geschnitzt. Auf einem kleinen Fundament vor der Hütte wurde die Statue aufgestellt und lädt vorbeikommende Wanderer zum kurzen Verweilen ein.   Beim Heugen 2017 hat Diakon Anton Lanner diese Statue persönlich gesegnet.
Mit der handgefertigten Marienstatue aus einem Ahornstamm drückt die Familie ihre Dankbarkeit für die immerwährende Unterstützung der Helfer aus

Jedes Jahr aufs Neue

Auch dieses Jahr gibt es im August wieder ein „Heugen am Laggerfeld“. Die Einladungen sind schon verschickt und die Familie Lagger-Bachmann bedankt sich danach traditionell mit Kalbsgulasch und Getränken bei ihren Erntehelfern.
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Eine Tradition für Jahrhunderte

Bereits vor den blutigen Schlachten im Ersten Weltkrieg arbeitete man laut Aufzeichnungen schon auf Hochbetrieb auf der Mauthner Alm. Tüchtig wurden die Wiesen gemäht und das Heu anschließend ins Tal gebracht.   Im starken Winter von 1951 wurden die Stahlseile, welche in der Zwischenkriegszeit   zur Plöckenstraße gespannt waren, so stark beschädigt, dass sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Die Folge war, dass sich immer weniger Bauern an den Mäharbeiten betätigt haben, bis der Betrieb in den 60er Jahren zur Gänze eingestellt wurde.

Buntes Paradies

Die farbenfrohe Blumenvielfalt auf der Mauthner Alm erinnert an die auf der Mussen. Um dieses Paradies zu erhalten ist das Mähen nach dem Samenausfall unerlässlich.
Auf der Mauthner Alm findet man dank der sorgfältig ausgeführten Mäharbeiten eine große Pracht an den unterschiedlichsten Blumenarten
Bereits seit den 90iger Jahren gibt es wieder einige Idealisten die ihre Wiesen auf der Mauthner Alm mähen und damit die Artenvielfalt erhalten. Hierbei müssen sich die Arbeiter einer weiteren Herausforderung stellen, denn der Großteil der Wiesen ist nicht durch einen befahrbaren Weg erschlossen und das Heu kann daher nur schwer abtransportiert werden. Um dem Wild einen angenehmen Winter zu ermöglichen, wird ein Teil davon als Vorrat für die kalte Jahreszeit getristet.