Historisches Spritzenhaus in Hohenthurn feierlich gesegnet

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Hohenthurn -

Mit viel Engagement, gemeinschaftlicher Unterstützung und fachlicher Mitarbeit wurde das  Spritzenhaus in Hohenthurn saniert und für kommende Generationen bewahrt. Am Sonntag, dem 4. Oktober, wurde das erneuerte Gebäude feierlich gesegnet. Damit bleibt nicht nur ein Stück Feuerwehrgeschichte erhalten – das Spritzenhaus soll künftig auch als Ort der Begegnung und des Verweilens dienen.

v.l.n.r. Ernst Wiegele, Obmann der AG, Vzbgm. DI Tschinderle Michael, Mag. Helmut Wurzer, Eigentümer des Kirchenvorplatzes, Pfarrer Stanislaus Trap

Ein Stück Ortsgeschichte für kommende Generationen

Direkt am Kirchenvorplatz in Hohenthurn, am Marienpilgerweg, steht das historische Feuerwehr-Spritzenhaus, das dringend sanierungsbedürftig war. Da das Gebäude nicht mehr als Feuerwehrgerätehaus genutzt wurde, beschloss die Agrargemeinschaft Nachbarschaft Hohenthurn, das Bauwerk zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Damit sollte zugleich das Ortsbild aufgewertet und der für die Gemeinde bedeutende Kirchenvorplatz in seiner Gesamtheit erhalten werden. Das alte Gebäude musste bis auf Teile der Außenmauern abgetragen und neu aufgebaut werden.

Das Spritzenhaus vor der Sanierung (c) Ernst Wiegele

HTL Villach unterstützte den Wiederaufbau

Bei der Sanierung wurde ein Praxisprojekt der Abteilung Hochbau der HTL Villach umgesetzt. Schülerinnen und Schüler wirkten am Wiederaufbau des historischen Spritzenhauses mit und errichteten den baufälligen Dachstuhl sowie den Schlauchturm vollständig neu, bevor diese vor Ort montiert wurden. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben durch die Dorfgemeinschaft Hohenthurn und eine Kleinprojektförderung des Landes Kärnten. Einen wesentlichen Beitrag leistete vor allem die Bevölkerung selbst, deren tatkräftige Eigenleistung den Wiederaufbau maßgeblich prägte.

Historisches Erbe, neuer Begegnungsort

Auch für die künftige Nutzung gibt es bereits konkrete Vorstellungen: Im hinteren Bereich des Gebäudes soll ein Hydrophor aus dem 19. Jahrhundert untergebracht werden. Der vordere Bereich wird mit einer Sitzgarnitur ausgestattet, die Pilgerinnen und Pilgern, Wandernden sowie Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesuchern einen Ort zum Ausruhen bieten soll. Gleichzeitig soll das Spritzenhaus auch für die Bevölkerung ein Platz der Begegnung werden und damit seine Bedeutung für das gemeinschaftliche Leben im Ort bewahren.

(c) Ernst Wiegele

Feierliche Segnung bei prachtvollem Herbstwetter

Bei der Feier bedankte sich Ernst Wiegele, Obmann der Agrargemeinschaft Nachbarschaft Hohenthurn, in seiner Ansprache beim Eigentümer des Kirchenvorplatzes sowie bei allen Helferinnen und Helfern, Sponsoren und Spendern für ihre Unterstützung. Er betonte die besondere Bedeutung des Platzes und unterstrich, dass dessen Wert für das Ortsbild ohne die Sanierung des alten Spritzenhauses dauerhaft verloren gegangen wäre. Auch Vizebürgermeister DI Michael Tschinderle hob die ortshistorische Bedeutung des Gebäudes und dessen nachhaltige Nutzung hervor. Pfarrer Stanislaus Trapp bezeichnete das Spritzenhaus als Ort der Begegnung, der Kameradschaft und des Miteinanders. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Burschengesang Hohenthurn, während die Dorfgemeinschaft für das leibliche Wohl sorgte. Im Anschluss an die Segnung klang die Veranstaltung bei prachtvollem Herbstwetter gemütlich aus.

Der Burschengesang Hohenthurn sorgte für die musikalische Umrahmung (c) Ernst Wiegele