Der VCÖ-Mobilitätspreis: Nachhaltige Mobilität im Fokus
Der VCÖ-Mobilitätspreis steht für Innovation und Engagement im Bereich nachhaltiger Verkehrslösungen. In diesem Jahr wurden unter dem Motto „Zukunftsfit für Stadt und Land“ insgesamt 363 Projekte und Konzepte eingereicht. Die Fachjurys bewerteten die Einreichungen in 13 Kategorien, wobei jeweils die fünf bestbewerteten Projekte für das öffentliche Voting nominiert wurden. Dieses ermöglicht es der Bevölkerung, unter www.vcoe.at/voting die vorbildlichen Mobilitätsprojekte besser kennenzulernen und mit ihrer Stimme zu unterstützen. Ziel des Wettbewerbs ist es, nachhaltige und innovative Lösungen bekannt zu machen und die Mobilität in Österreich umweltfreundlicher zu gestalten.
Kärntner Projekte setzen Maßstäbe in Umweltfreundlichkeit und Innovation
Die nominierten Projekte aus Kärnten zeigen eindrucksvoll, wie umweltverträgliche Mobilitätslösungen sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen erfolgreich umgesetzt werden können. VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky hebt hervor, dass diese Projekte nicht nur dazu beitragen, Verkehrsprobleme zu lösen, sondern auch die Lebensqualität für die Bevölkerung verbessern und die Belastung für Anrainerinnen und Anrainer deutlich verringern. Mit der Nominierung durch die Fachjury haben die Kärntner Projekte nun die Chance, durch das Online-Voting zusätzliche Anerkennung und Sichtbarkeit zu erhalten. Die Unterstützung durch die Bevölkerung ist daher besonders wichtig, um die Projekte im Wettbewerb bestmöglich zu positionieren.
Automatisierte Shuttlebusse als Zukunftslösung im Öffentlichen Verkehr
Ein besonderes Highlight aus Kärnten ist das vollautomatisierte Öffi-Shuttle, das seit 2018 in Pörtschach im Einsatz ist und im Jahr 2024 auf Klagenfurt ausgeweitet wurde. Die Shuttles fahren auf festgelegten Strecken nach Fahrplan und ermöglichen eine innovative und umweltfreundliche Form der Nahmobilität. Im Zeitraum von Juli bis September 2024 nutzten allein in Klagenfurt mehr als 3.300 Fahrgäste das automatisierte Shuttle. Insgesamt wurden seit dem Start in Pörtschach und Klagenfurt mehr als 20.000 Fahrgäste befördert. Das Projekt, das von SURAAA (Smart Urban Region Austria Alps Adriatic) und der pdcp GmbH umgesetzt wird, ist ein Vorreiter für den öffentlichen Verkehr in Österreich und wurde in der Kategorie „Digitalisierung und Automatisierung“ für den VCÖ-Mobilitätspreis nominiert.
Gemeindeverband Karnische Region: Gemeinsame E-Mobilität für mehr Nachhaltigkeit
Neben den automatisierten Shuttles ist auch die Stadt Villach mit ihrem digitalen Mobilitätsmanagement in der Kategorie „Digitalisierung und Automatisierung“ vertreten. Dieses umfassende Datenmanagementsystem bildet die Basis für die Optimierung und Verbesserung des Mobilitätsangebots innerhalb der Stadt und zeigt, wie digitale Technologien zur Steigerung der Umweltfreundlichkeit beitragen können. Darüber hinaus ist der Gemeindeverband Karnische Region mit einem innovativen Konzept zum gemeinsamen Nutzen von Elektroautos in der Kategorie „Konzepte und Ideen“ nominiert. Das Modell des Carsharings gilt als umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr, da es Ressourcen schont und die Mobilitätskosten für die Nutzerinnen und Nutzer reduziert.
Forschungsprojekt zur Neugestaltung der äußeren Bahnhofstraße in Klagenfurt
Das vierte Kärntner Projekt ist in der Kategorie „Forschung und wissenschaftliche Studien“ nominiert: Die Neugestaltung der äußeren Bahnhofstraße in Klagenfurt. Dieses Forschungsprojekt wird von der Forschungsgruppe ACCTRA durchgeführt und beschäftigt sich mit der zukunftsorientierten Umgestaltung einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Die äußere Bahnhofstraße prägt den ersten Eindruck von Ankommenden am Hauptbahnhof, der durch die neue Koralmbahn weiter an Bedeutung gewinnt. Ein zentrales Element des Projekts ist die Einbindung der Bevölkerung, um eine Lösung zu finden, die den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen gerecht wird und die Aufenthaltsqualität verbessert.