Hermagor -
Kärntens Goldhaubenfrauen pflegen seit Jeher Traditionen in den Tälern und Gemeinden. Sie sind zudem wichtige Teilnehmerinnen bei zahlreichen Heimat- und Kirchenveranstaltungen. Ihre Goldhauben sind je nach Region unterschiedlich gestaltet. Bis zu 300 Arbeitsstunden stecken in der Gestaltung einer Goldhaube, die ab dem 17. Jahrhundert von den Bürgerinnen in Städten getragen worden ist.
/v.l.n.r) Monika Plieschnegger, Gertraud Sternig, Karin Oberlechnre, Gerda Slamanig und LH Dr. Peter Kaiser
Die Goldhaubenfrauen in Kärnten, die in zahlreichen Vereinen in den Bezirken verankert sind, haben heute, Samstag, ihre Jahreshauptversammlung im Wolfsberger Rathaus abgehalten. Ihre Aufgabe ist es, das Brauchtum der Goldhaubenfrauen und das Tragen der regionalen Trachten zu pflegen, um die Traditionen auch an nächste Generationen weiterzugeben. Der Kulturreferent des Landes, Landeshauptmann Peter Kaiser, nutzte die Jahreshauptversammlung und zeichnete sieben Goldhaubenfrauen mit dem Goldenen Lorbeer des Landes aus. Der Goldene Lorbeer wird für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten vergeben.
“Goldhaubenfrauen gehören zum Erscheinungsbild unserer Kultur”
“Ich danke dem Engagement aller Bürgerfrauen. Sie bekleiden ein Ehrenamt, das man nicht hoch genug schätzen kann. Unser Bundesland lebt vom Ehrenamt in allen Bereichen”, so der Landeshauptmann in seinem Statement. Die Goldhauben- und Bürgerfrauen Kärntens würden jedoch nicht nur Traditionelles bewahren, sondern das Brauchtum auch hinüberführen in Neues. Viele junge, neue Mitglieder bei den Goldhaubenfrauen seien der Beweis dafür. “Die Goldhaubenfrauen gehören zum Erscheinungsbild unserer Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen, vieles würde ohne sie nicht im Glanz erstrahlen!”, so Kaiser.
Verbundenheit mit der Heimat
“Alle Goldhaubenfrauen, die die Auszeichnung des Landes erhielten, eint nicht nur ihre zehnjährige Tätigkeit als Obfrau ihres jeweiligen Vereines, sondern auch ihr großes Anliegen: Zu zeigen, dass das Tragen der alten und würdigen Trachten ein Zeichen der Verbundenheit mit der Kärntner Heimat ist”, erklärte auch die wiedergewählte Präsidentin Monika Plieschnegger. Allen war und ist es immer sehr wichtig die Kärntner Kultur und das heimische Brauchtum zu pflegen, zu erhalten und vor allem an die nächste Generation weiterzugeben. Im Vereinsleben sind die Lorbeer-Trägerinnen geschätzt für ihr caritatives und soziales Wirken und ihre Hingabe als aufrichtige Kulturträgerinnen.
Goldener Lorbeer ging an…
Den Goldenen Lorbeer erhielten: Karla Oberlerchner, ehem. Obfrau der Goldhaubenfrauen in Oberdrauburg, Gerda Slamanig, ehem. Obfrau der Goldhaubenfrauen in St. Veit, Gilda Riebler, ehem. Obfrau der Goldhaubenfrauen in Spittal, Ingrid More, ehem. Obfrau der Goldhaubenfrauen in Spittal, Gertraut Buchbauer, ehem. Obfrau der Bürgerfrauen in Wolfsberg, Gertraud Sternig, ehem. Obfrau der Bürgerfrauen in Völkermarkt, Sybille Seiwald, ehem. Obfrau der Bürgerfrauen in Hermagor.
Mitglieder des Landesverbandes
Der Landesverband der Städtischen Bürger- und Goldhaubenfrauen Kärntens steht unter der Leitung von Präsidentin Monika Plieschnegger. Es gibt 14 Mitgliedsgruppen mit 450 Frauen. Der Verband besteht seit über 50 Jahren und wurde von Franz Koschier mit der Klagenfurter Bürgerfrau Erna Weinländer gegründet, welche die erste Präsidentin war. Ihr folgten Frau Alice Strobl, Gerti Simschitz und die derzeitige Präsidentin Monika Plieschnegger. Der Verband setzt sich aus folgenden Gruppen zusammen: Bürger- und Goldhaubenfrauen Feldkirchen, Ferlacher Goldhaubenfrauen, Bürgerfrauen Friesach, Bürger-und Goldhaubenfrauen der Stadt Gmünd, Bürgerfrauen Hermagor, Klagenfurter Bürgerfrauen, Bürgerfrauen Millstatt, Bürgerfrauen Oberdrauburg, Goldhaubenfrauen Spittal an der Drau, St. Veiter Frauen im Bürgerkleid, Villacher Bürgerfrauen, Goldhaubenfrauen der KLM Villach, Bürgerfrauen Völkermarkt und Wolfsberger Bürgerfrauen.
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