Bereits mit 25 Jahren absolvierte Christof Wastl die Ausbildung zum Heeresbergführer, später folgte die staatliche Prüfung zum Berg- und Skiführer. Beruflich zählt er heute zu den erfahrensten Alpinisten des Bundesheeres – doch die schönsten Augenblicke erlebt er als Vater. Besonders eindrucksvoll war für ihn die gemeinsame Besteigung des Großglockners mit seinen beiden Söhnen Carsten (12) und Luis (9). Früh am Morgen machten sie sich auf den Weg, erlebten einen Aufstieg im Sonnenaufgang und standen schließlich gemeinsam am höchsten Punkt Österreichs. „Ein sehr emotionaler Moment“, sagt Wastl. Auch ihre Mutter, Astrid Stöfan, ist stolz: „Ich freue mich, dass die beiden das mit ihrem Vater geschafft haben.“ Für die Kinder war es mehr als nur eine Bergtour – es war ein Erlebnis, das sie geprägt hat. „Man konzentriert sich ganz auf sich selbst und die Natur“, erzählt Wastl. Genau diese Erfahrung möchte er seinen Söhnen mitgeben: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Respekt vor den Bergen und die Freude am gemeinsamen Unterwegssein. Seine jüngste Tochter Wanda (3) ist für große Touren noch zu klein, doch auch sie wird schon früh an die Natur herangeführt. Freunde beschreiben Wastl als bodenständig und herzlich – einer, der die Balance zwischen militärischer Präzision und familiärer Nähe gefunden hat.

Gailtal Journal: Wie war es, mit Ihren Söhnen am Großglockner zu stehen?
Christof Wastl: Ein sehr emotionaler und besonderer Moment.
Was haben Carsten und Luis von der Tour besonders mitgenommen?
Die Zeit in den Bergen ist immer etwas Besonderes, weil man sich ganz auf sich selbst und die Natur konzentriert. Nach langem Warten hatten wir perfekte Verhältnisse und erlebten einen unvergesslichen Aufstieg bei Sonnenaufgang.
Wie lange haben Sie sich vorbereitet und wie lange waren Sie unterwegs?
Wir haben uns nicht speziell vorbereitet, da wir seit frühester Kindheit regelmäßig in den Bergen unterwegs sind – im Winter mit Ski und Tourenski, im Sommer beim Klettern, Bergsteigen und manchmal sogar mit dem Paragleiter im Gepäck.

Was bedeutet es Ihnen, als Bergführer Verantwortung für andere zu tragen?
Ich bin es gewohnt, beruflich wie privat große Verantwortung zu übernehmen. Für mich ist es ein Privileg, Menschen bei ihren Bergträumen zu begleiten – sie sicher zum Gipfel und wieder zurückzuführen.









































