Nach Start des Pilotprojekts in St. Stefan/Gail: Erfolgsmodell für Kärntens Kinderbildung und -betreuung wird ausgeweitet

St. Stefan im Gailtal/ Kärnten -

Kärnten setzt einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung der Kinderbildung und -betreuung: Der interkommunale Personalpool für Kärntens Kindergärten zeigt bereits wenige Monate nach seinem Start, wie gezielte strukturelle Maßnahmen die pädagogische Qualität sichern und gleichzeitig Gemeinden sowie Fachpersonal spürbar entlasten können.

Die erste Springerin in St. Stefan im Gailtal.

Neues Projekt für stabile Betreuung

Initiiert wurde das Projekt von Landesrat Daniel Fellner und in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinde-Servicezentrum (GSZ) entwickelt und umgesetzt. Ziel war es von Beginn an, ein praxistaugliches Instrument zu schaffen, das kurzfristige Personalausfälle in Kindergärten professionell abfedert und stabile Rahmenbedingungen für hochwertige Bildungs- und Betreuungsarbeit sicherstellt. „Gerade in der elementaren Bildung entscheidet die Qualität der täglichen Arbeit über die Zukunftschancen unserer Kinder. Der Personalpool ist mehr als eine organisatorische Lösung, er ist ein zentrales Qualitätsinstrument für unsere Gemeinden und eine echte Entlastung für unsere Elementarpädagoginnen und -pädagogen“, betont Fellner. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Vision gemeinsam mit dem Gemeinde-Servicezentrum rasch und erfolgreich umsetzen konnten.

St. Stefan im Gailtal als Startpunkt des Personalpools

Im Mai 2025 wurde im Rahmen des Pilotprojekts die erste Pädagogin in St. Stefan im Gailtal eingesetzt. Im September folgte eine weitere Aufnahme in Ebenthal, im Oktober wurden drei zusätzliche Elementarpädagoginnen angestellt. In den vergangenen drei Monaten waren somit fünf qualifizierte Pädagoginnen im Einsatz und betreuten 24 Gemeinden in den Bezirken Villach-Land, Klagenfurt-Land, Völkermarkt, Hermagor und Spittal an der Drau.

Einsätze zeigen hohen Nutzen des Modells

Von September bis Ende Dezember 2025 wurden von insgesamt 371 Arbeitstagen 71 als Orientierungstage genutzt und 189 Einsatztage verzeichnet, mehr als die Hälfte der Gesamtarbeitszeit. Die Orientierungstage dienen dem Kennenlernen der Einrichtungen und Teams. Für das laufende Jahr sind bereits zahlreiche Einsätze vorausgeplant, was die hohe Akzeptanz und den praktischen Nutzen des Modells zeigt.

Schrittweise Erweiterung geplant

Für die Jahre 2026 und 2027 ist eine schrittweise Erweiterung des Personalpools geplant. Bis 2027 sollen zwischen zehn und 15 Elementarpädagoginnen und -pädagogen kärntenweit im Einsatz stehen. Die Anstellung und Koordination erfolgen zentral über das Gemeinde-Servicezentrum.